Das Hamburger Entwicklerstudio Fishlabs, bekannt für die Weltraum-Reihe Galaxy on Fire, baut laut einem Bericht von gameswirtschaft.de erneut Stellen ab. Die Meldung wurde am 16. Oktober 2026 veröffentlicht.[1] Zum konkreten Umfang gibt es bislang keine eigene Stellungnahme von Fishlabs oder dem Mutterkonzern.[1]
Stellenabbau bei Fishlabs: Das ist laut gameswirtschaft.de der Stand
Laut gameswirtschaft.de reduziert Fishlabs an seinem Hamburger Hauptsitz die Belegschaft, als Reaktion auf eine veränderte Marktlage.[1] Der Bericht bezieht sich auf einen LinkedIn-Beitrag von Fishlabs selbst, in dem das Studio den Tag der Ankündigung als „schwierigen Tag" bezeichnet habe und Stellenstreichungen sowohl in der Entwicklung als auch in anderen Unternehmensbereichen angekündigt habe.[1] Als Begründung werden laut dem Bericht veränderte Projektanforderungen sowie die Bedürfnisse von Kunden und internen Teams genannt, die eine Anpassung der Unternehmensstruktur nötig gemacht hätten.[1]
Zur genauen Zahl der betroffenen Stellen macht der Bericht keine abschließende Angabe.[1] Als Einordnung nennt gameswirtschaft.de, dass Fishlabs zuletzt rund 75 Mitarbeitende beschäftigt habe und damit zu den größeren Arbeitgebern der Hamburger Games-Branche gezählt habe.[1]
Wer ist Fishlabs — Hintergrund zum Studio
Fishlabs wurde 2004 in Hamburg gegründet und wurde vor allem durch die Mobile- und PC-Reihe Galaxy on Fire bekannt, ein Weltraum-Action-Franchise mit mehreren Haupt- und Nebentiteln.[2] Das erste Galaxy on Fire erschien 2009 zunächst für mobile Plattformen, der Nachfolger Galaxy on Fire 2 folgte 2010 und wurde später auch auf PC und weitere Plattformen portiert.[2] Mit Galaxy on Fire 3: Manticore brachte das Studio 2016/2017 eine Free-to-Play- und Multiplayer-Variante der Reihe für Mobilgeräte heraus, bevor mit Galaxy on Fire: Alliances zusätzlich ein browserbasierter Online- und Aufbau-Ableger erschien.[2] Nach einer Insolvenz wurde das Studio vom Publisher Koch Media übernommen und firmierte seither unter dem Label Deep Silver, intern auch als „Deep Silver Fishlabs".[2]
Entgegen einer im Vorfeld kursierenden Vermutung gehört Fishlabs nicht zum Umfeld von Travian Games oder Bytro Labs. Beide Unternehmen sitzen zwar ebenfalls im norddeutschen Games-Umfeld (Bytro in Hamburg, Travian Games in München), haben aber keine Konzernverbindung zu Fishlabs. Fishlabs ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Plaion, dem Münchner Publisher-Arm der schwedischen, börsennotierten Embracer Group.[2] Plaion führt auf seinem offiziellen Presse-Server einen eigenen Kontaktbereich für das Studio unter dem Namen „Deep Silver Fishlabs".[3]
Einordnung — Stellenabbau in der deutschen Games-Branche 2026
Der aktuelle Bericht ist nicht der erste Fall von Stellenabbau bei Fishlabs. Bereits im November 2023 bestätigte Plaion offiziell über seinen Presse-Server die Streichung von rund 50 Stellen am Hamburger Standort.[3] Als Begründung nannte Plaion damals, dass ein unangekündigtes, intern als „Project Black" bezeichnetes Projekt keine weitere Freigabe und Finanzierung erhalten habe — trotz umfassender Bemühungen, einen Stellenabbau zu vermeiden, sei dieser Schritt laut der offiziellen Mitteilung unausweichlich gewesen.[3] Zitiert wurde seinerzeit Lars Janssen, Vice President Worldwide Studios & Talent bei Plaion, der sich bei den betroffenen Mitarbeitenden für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft für das Studio bedankte und die Entscheidung als Ausdruck der branchenweiten Herausforderungen bezeichnete, nicht als Spiegelbild der Leistung des Teams.[3] Der jetzige, von gameswirtschaft.de berichtete Vorgang vom Oktober 2026 ist ein separater, neuer Fall.
Stellenabbau bei einzelnen Studios ist in der internationalen Spieleindustrie seit 2023 wiederholt Thema gewesen, etwa bei Microsofts Xbox-Sparte, wo laut Berichten mehrere hundert Stellen gestrichen wurden und sich CEO Satya Nadella öffentlich zur Restrukturierung äußerte. Für die deutsche Branche insgesamt zeichnet der jährliche Games-Branchenreport des Verbands der deutschen Games-Branche ein gemischteres Bild: Die Zahl der Unternehmen wächst demnach, während die Beschäftigtenzahl zuletzt leicht rückläufig war. Hamburg zählt dabei traditionell zu den dichtesten Games-Standorten Deutschlands, auch dank Förderprogrammen von Bund und Stadt. Gerade bei kleineren und mittelgroßen Studios wie Fishlabs hängt die Beschäftigtensicherheit oft direkt an einzelnen Projekten und deren Finanzierungsentscheidungen innerhalb des jeweiligen Mutterkonzerns — ein Muster, das sich sowohl im 2023er- als auch im aktuell berichteten Fall wiederfindet, auch wenn die konkreten Auslöser laut den jeweiligen Quellen unterschiedlich benannt werden.
Was das für laufende und zukünftige Fishlabs-Projekte bedeuten könnte
Ob und wie sich der aktuell berichtete Stellenabbau auf laufende oder künftige Fishlabs-Projekte auswirkt, ist offen. Der gameswirtschaft.de-Bericht nennt dazu keine konkreten Angaben zu einzelnen Titeln.[1] Für Fans der Galaxy-on-Fire-Reihe gibt es keinen belegten Hinweis darauf, dass ein bestimmtes laufendes Projekt eingestellt wird. Aus der 2023er-Restrukturierung ist bekannt, dass das verbleibende Fishlabs-Team nach den damaligen Kürzungen an Co-Entwicklungsprojekten mit anderen Plaion- und Embracer-Studios weiterarbeitete, statt als eigenständiges Studio komplett neue Titel zu starten.[3] Ob eine ähnliche Konstellation auch jetzt zutrifft, ist offen.
Kurz zusammengefasst
| Punkt | Status |
|---|---|
| Quelle der Meldung | gameswirtschaft.de, veröffentlicht 16.10.2026[1] |
| Stellenabbau bei Fishlabs (aktueller Fall) | berichtet, nicht offiziell bestätigt |
| Umfang (Zahl der Stellen) | nicht bestätigt, keine Angabe in der Ausgangsmeldung |
| Konzernzugehörigkeit Fishlabs | Plaion / Embracer Group, belegt über offiziellen Presse-Server[3] |
| Frühere Restrukturierung 2023 | offiziell bestätigt, rund 50 Stellen, Grund: gestopptes Projekt „Project Black"[3] |
| Auswirkung auf laufende Projekte 2026 | offen, keine belegte Information |
Dieser Faktenstand gibt den Stand zum Redaktionsschluss am 16. Oktober 2026 wieder. Sollte Fishlabs oder Plaion eine eigene Stellungnahme zum aktuellen Fall veröffentlichen, wird dieser Artikel aktualisiert. Wer die Entwicklung der deutschen Games-Branche insgesamt im Blick behalten will — etwa Beschäftigtenzahlen, Studio-Gründungen und Förderpolitik — findet zusätzliche Einordnung im Jahresreport der deutschen Games-Branche und in unserer Analyse zur Games-Förderung des Bundes. Wer einen Überblick über ähnliche Fälle bei internationalen Publishern sucht, dem hilft unser Beitrag zu den jüngsten Xbox-Entlassungen und der Reaktion von Microsoft-CEO Satya Nadella.
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Quellen
[1] GamesWirtschaft.de – https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/fishlabs-hamburg-stellenabbau-161026/ [2] Fishlabs GmbH, offizielle Unternehmens-Website – https://fishlabs.de/ [3] PLAION Press Server, Deep Silver Fishlabs – https://press.plaion.com/Deep-Silver-Fishlabs

