Neun Tage ist die Ghost of Yōtei Complete Edition jetzt auf dem Markt – Zeit genug, dass die Fachpresse ihre Urteile zu Story-Erweiterung, Survival-Modus und Gesamtpaket gefällt hat. Wer vor der Entscheidung steht, ob sich der Neukauf oder das Upgrade von der Standard-Version lohnt, findet hier den Überblick über die Kritikerlage. Eine wichtige Einordnung vorab: Wir haben die neuen Inhalte nicht selbst gespielt und vergeben keine eigene Wertung. Dieser Artikel aggregiert die veröffentlichten Tests und ordnet ein, wo sich die Kritiker einig sind – und wo nicht. Jede Wertung und jede Aussage ist der jeweiligen Quelle zugeordnet.
Ghost of Yōtei Complete Edition im Überblick
Die Eckdaten in Kürze: Die Complete Edition erschien am 1. Oktober 2026 für PS5, fast genau ein Jahr nach dem Basisspiel vom Oktober 2025. Sie bündelt das Hauptspiel von Sucker Punch Productions (Publisher: Sony Interactive Entertainment) samt Legends-Online-Modus mit zwei neuen Inhalten: der erzählerischen Erweiterung Echoes of Sekigahara und dem Kampf-Survival-Modus Most Wanted, dazu kommen Quality-of-Life-Verbesserungen.[1] Besitzer der Standard-Version kaufen die neuen Inhalte über ein Upgrade für 14,99 US-Dollar nach; einen Euro-Preis nennt die Primärquelle nicht.[1] Alle Details zu Preisen, Disc-Version und Upgrade-Pfad stehen in unserem Ankündigungsartikel zur Complete Edition und ihrem Release am 1. Oktober – hier geht es ausschließlich um die Frage, wie die Tests ausgefallen sind.
Die Wertungen im Überblick – was die Aggregatoren führen
Zunächst zur Methodik, weil hier leicht Werte vermischt werden: Sowohl Metacritic als auch OpenCritic führen die Complete Edition als eigenständigen Eintrag, getrennt vom Basisspiel.[2][3] Die Zahl der dort gelisteten Tests ist neun Tage nach Release allerdings noch überschaubar und in Bewegung – einen Schnitt als feste Hausnummer zu zitieren, wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös. Als Referenzrahmen taugt stattdessen der stabile Wert des Basisspiels: Ghost of Yōtei steht auf Metacritic bei 87 Punkten, kurz nach dem Release im Oktober 2025 auf Basis von über 100 ausgewerteten Tests – vier Punkte über dem Vorgänger Ghost of Tsushima, der seinerzeit bei 83 landete.[4]
Wichtig außerdem: Nicht jedes Magazin hat die Complete Edition als Gesamtpaket getestet. Einige Redaktionen (etwa Push Square oder VGC) haben die Edition selbst rezensiert, andere (etwa GamePro) haben gezielt die neue Erweiterung Echoes of Sekigahara bewertet. Wir kennzeichnen das in der Übersicht entsprechend.
Einzelstimmen der Fachmedien zur Complete Edition
| Magazin | Wertung | Gegenstand | Kernaussage |
|---|---|---|---|
| Push Square | 8/10 | Complete Edition | Atsu glänzt im Story-DLC, aber Most Wanted stiehlt die Show[5] |
| GamePro | 85 Punkte | Echoes of Sekigahara (DLC-Test) | Positiv überrascht, Highlight sind die neuen Waffen[6] |
| VGC | Review ohne Punktwertung zitiert | Complete Edition | „An expansion worth returning for“ – eine Erweiterung, die die Rückkehr lohnt[7] |
| play3 | Testfazit | Complete Edition | „Die beste Version des gefeierten PS5-Hits“[8] |
Im Detail: Push Square vergibt 8/10 und sieht die Überraschung des Pakets im neuen Survival-Modus – Most Wanted sei ein Genuss für alle, die in Sucker Punchs Samurai-Epos gern die Klinge kreuzen, während Protagonistin Atsu im Story-DLC glänze.[5] GamePro hat die Erweiterung Echoes of Sekigahara separat getestet und mit 85 Punkten bewertet; der Tester zeigt sich positiv überrascht und nennt als persönliches Highlight die neuen Waffen. Den Umfang des neuen Gebiets rund um Ashoro beziffert GamePro inklusive Nebenaufgaben und Kopfgeldern auf rund acht Stunden.[6] VGC bringt das Urteil zur Edition schon in der Überschrift auf den Punkt: eine Erweiterung, für die sich die Rückkehr lohnt.[7] Und das deutschsprachige PlayStation-Magazin play3 nennt das Paket im Test die beste Version des gefeierten PS5-Hits.[8]
Ergänzend hat GameStar die Erweiterung in einem Anspielbericht eingeordnet: Der DLC nehme Spieler mit in eine der gewaltigsten Schlachten der japanischen Geschichte – die namensgebende Schlacht von Sekigahara aus dem Jahr 1600.[9]
Rückblick: So wurde das Basisspiel aufgenommen
Zur Einordnung der neuen Stimmen hilft der Blick auf die Rezeption des Hauptspiels vor einem Jahr. Neben dem Metascore von 87 vergaben unter anderem VGC und Game Rant Höchstwertungen; gelobt wurden vor allem Inszenierung, Artdesign und das überarbeitete Kampfsystem.[4] Im deutschsprachigen Raum testete GameStar das Spiel mit 88 Punkten und nannte es das konsequenteste Open-World-Sequel seit Jahren.[10] GamePro urteilte etwas zurückhaltender: ein sehr gutes Open-World-Spiel für die PS5, bei dem der besondere „Tsushima-Zauber“ des Vorgängers aber ausbleibe.[11] Japans Famitsu vergab laut einem Bericht von Push Square eine nahezu perfekte Wertung.[12] Kurz: Die Messlatte, an der die Complete Edition gemessen wird, lag von Anfang an hoch.
Wo sich die Kritiker einig sind
Über die Tests hinweg zeichnen sich drei Konsens-Punkte ab. Erstens: Most Wanted kommt durchweg gut an. Push Square sieht den Roguelike-Modus als heimlichen Star des Pakets[5], und auch im Testspiegel der Complete-Edition-Reviews wird der Modus mit seinen mehreren spielbaren Figuren – darunter die Rückkehr von Jin Sakai aus Ghost of Tsushima – als substanzieller Mehrwert beschrieben, nicht als Beigabe.[5][7] Zweitens: Echoes of Sekigahara überzeugt erzählerisch und mechanisch. GamePro hebt die neuen Waffen hervor[6], VGC attestiert der Erweiterung, die Rückkehr nach Ezo zu rechtfertigen.[7] Drittens: Als Gesamtpaket für Neueinsteiger ist die Edition unstrittig – play3 spricht von der besten Version des Spiels[8], und keine der von uns ausgewerteten Stimmen widerspricht dieser Einordnung.
Wo die Kritiker auseinandergehen
Dissens gibt es an zwei Stellen. Die erste ist fast schon eine Geschmacksfrage: Was ist das Highlight des Pakets? Push Square sieht Most Wanted vorn („steals the show“)[5], während GamePro und VGC den erzählerischen Teil als Kern des Mehrwerts behandeln.[6][7] Die zweite Stelle wiegt für Bestandsbesitzer schwerer: der Umfang der Erweiterung. Die Reviews ordnen Echoes of Sekigahara als kompakter ein als die Iki-Island-Erweiterung des Vorgängers; die Hauptmissionen werden im Complete-Edition-Test von VGC auf rund fünf Stunden beziffert, GamePro kommt mit Nebenaufgaben und Kopfgeldern auf etwa acht Stunden.[6][7] Ob fünf bis acht Stunden plus Survival-Modus die 14,99 US-Dollar des Upgrades wert sind, beantworten die Tests unterschiedlich deutlich – VGCs „worth returning for“ ist hier die klarste Pro-Stimme[7], während die kompaktere Dimension gegenüber Iki Island als relativierender Hinweis in der Berichterstattung mitläuft.
Einordnung für die Kaufentscheidung – laut Tests, nicht laut Redaktion
Fassen wir die Kritikerlage zusammen, ohne ihr eine eigene Wertung hinzuzufügen:
- Neueinsteiger ohne Vorbesitz: Hier ist die Testlage eindeutig. Ein 87er-Basisspiel[4] plus die durchweg positiv besprochenen neuen Inhalte zum Preis eines Vollpreisspiels – play3 und Push Square ordnen das Paket als die Version ein, mit der man heute starten sollte.[5][8]
- Fans von Ghost of Tsushima und des Legends-Modus: Die Rückkehr von Jin Sakai in Most Wanted und der auf wiederholbare Runs ausgelegte Modus werden in den Tests als eigenständiger Kaufgrund behandelt.[5][7]
- Bestandsbesitzer der Standard-Version: Die Tendenz der Tests ist positiv (VGC: lohnt die Rückkehr[7], GamePro: 85 Punkte für den DLC[6]) – wer aber eine Erweiterung im Maßstab von Iki Island erwartet, sollte die genannten Umfangsangaben von fünf bis acht Stunden in die Rechnung einbeziehen. Die Upgrade-Konditionen im Detail stehen im Ankündigungsartikel.
Damit ist das Yōtei-Themencluster für dieses Jahr rund: Ankündigung, Launch, Kritikerlage. Wie es im PlayStation-Jahr 2026 sonst weitergeht, zeigt unsere Übersicht der PS5-Spiele 2026 laut offizieller Sony-Liste. Und wer quellenbasierte Test-Rundschauen wie diese nicht verpassen will, bekommt sie gesammelt in unserem wöchentlichen Newsletter.
Quellen
[1] PlayStation Blog – https://blog.playstation.com/2026/08/12/ghost-of-yotei-complete-edition-comes-to-ps5-october-1/ [2] Metacritic (Ghost of Yotei: Complete Edition) – https://www.metacritic.com/game/ghost-of-yotei-complete-edition/ [3] OpenCritic (Ghost of Yotei Complete Edition) – https://opencritic.com/game/21324/ghost-of-yotei-complete-edition [4] Metacritic (Ghost of Yotei, Critic Reviews PS5) – https://www.metacritic.com/game/ghost-of-yotei/critic-reviews/?platform=playstation-5 [5] Push Square (Review: Ghost of Yotei: Complete Edition) – https://www.pushsquare.com/reviews/ps5/ghost-of-yotei-complete-edition [6] GamePro (Test: Ghost-of-Yotei-DLC Echoes of Sekigahara) – https://www.gamepro.de/artikel/der-ghost-of-yotei-dlc-hat-mich-ueberrascht,3460411,fazit.html [7] VGC (Ghost of Yotei Complete Edition review) – https://www.videogameschronicle.com/review/ghost-of-yotei-complete-edition/ [8] play3 (Ghost of Yotei Complete Edition im Test) – https://www.play3.de/2026/10/01/ghost-of-yotei-complete-edition-im-test-die-beste-version-des-gefeierten-ps5-hits/ [9] GameStar (Sekigahara-DLC-Anspielbericht) – https://www.gamestar.de/artikel/ghost-of-yotei-sekigahara-dlc-anspielbericht,3460456.html [10] GameStar (Ghost of Yotei im PS5-Test) – https://www.gamestar.de/artikel/ghost-of-yotei-test-zum-tsushima-sequel-review,3439878.html [11] GamePro (Ghost of Yotei im Test) – https://www.gamepro.de/artikel/ghost-of-yotei-test,3439764.html [12] Push Square (Famitsu-Wertung, Oktober 2025) – https://www.pushsquare.com/news/2025/10/ghost-of-yotei-gets-a-near-perfect-score-in-japans-most-famous-gaming-magazine

