Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist eine quellenbasierte Test-Rundschau. Die Redaktion hat Warhammer 40,000: Boltgun 2 nicht selbst gespielt und vergibt keine eigene Wertung — wir aggregieren die Einschätzungen etablierter Fachmedien samt Quellenangabe und ordnen die Kritikerlage ein, ohne selbst zu bewerten.
Rund fünf Tage nach Release liegt für Warhammer 40,000: Boltgun 2 eine breite Testbasis vor, die ein klares Muster zeigt: Kritiker sind sich über weite Strecken einig — und wo sie es nicht sind, dreht sich die Debatte fast immer um dieselbe Frage. Dieser Überblick bündelt Wertungen und Kernaussagen der wichtigsten Testquellen.
Warhammer 40,000: Boltgun 2 im Überblick — worum geht es
Warhammer 40,000: Boltgun 2 ist ein Retro-FPS im Warhammer-40.000-Universum, entwickelt vom britischen Studio Auroch Digital und veröffentlicht von Big Fan Games, einem Label von Devolver Digital.[1] Damit wechselt das Sequel den Publisher gegenüber dem ersten „Boltgun", das 2023 noch von Focus Entertainment vertrieben wurde. Das Spiel erschien am 14. Oktober 2026 für PC über Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X|S; eine Fassung für Nintendo Switch 2 ist angekündigt, folgt aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.[1]
Spielbar sind zwei Figuren: der aus Teil 1 bekannte Ultramarine Malum Caedo sowie neu die Sister of Battle Nyra Veyrath.[2] Während der erste Teil überwiegend auf dem Planeten Graia spielte und linear aufgebaut war, führt die Kampagne von Boltgun 2 über mehrere Welten und Schiffe und lässt Spieler:innen laut mehreren Testberichten zwischen verzweigten Missionspfaden wählen, statt eine feste Levelreihenfolge vorzugeben.[2] Genau diese neue Struktur und die zweite spielbare Figur sind die beiden Punkte, an denen sich Kritikerstimmen am ausführlichsten abarbeiten, wie die folgenden Abschnitte zeigen.
Wer sich für den breiteren Kontext der Marke interessiert: Parallel zum Release von Boltgun 2 arbeitet sich das Third-Person-Actionspiel Warhammer 40.000: Space Marine 2 durch sein Purgation-Update, und wer die Fraktionen des Settings erst einordnen will, findet Hintergrund in unserem Imperium-Lore-Guide. Einsteiger:innen, die generell einen Zugang zum Warhammer-40K-Universum suchen, seien auf unseren Einstiegsguide für Neulinge verwiesen.
Die Wertungen im Vergleich — Metacritic und OpenCritic
Auf Metacritic steht Warhammer 40,000: Boltgun 2 nach 21 Kritiken bei einem Metascore von 81 — eingeordnet als „Generally Favorable" (allgemein positiv), mit 14 positiven und einer gemischten Einzelkritik, keine davon negativ.[3] Bei OpenCritic liegt der Top-Critic-Average nach 30 ausgewerteten Reviews bei 84 Punkten, was der Einstufung „Mighty" entspricht; 80 Prozent der Kritiker:innen sprechen eine Empfehlung aus, und das Spiel rangiert damit unter den oberen 7 Prozent aller bei OpenCritic gelisteten Titel.[4]
Beide Aggregatoren messen nicht exakt dasselbe: Metacritic bildet einen gewichteten Durchschnitt nach eigener, nicht vollständig offengelegter Methodik, während OpenCritic zusätzlich den Anteil der Kritiker:innen ausweist, die unabhängig von der konkreten Punktzahl eine Empfehlung aussprechen. Die 80-Prozent-Empfehlungsrate sagt also etwas über die Einigkeit der Kritikerlage aus, der Metascore eher über die durchschnittliche Notenhöhe. In der Zusammenschau beider Werte ergibt sich ein Bild solider bis sehr guter, breit abgestützter Zustimmung ohne nennenswerten Ausreißer nach unten — ein für das dicht besetzte Boomer-Shooter-Genre überdurchschnittliches Ergebnis.
Einzelstimmen der Fachmedien
- IGN bewertete Boltgun 2 mit 8 von 10 Punkten.[5]
- PlayStation Universe vergab 9 von 10 Punkten und beschrieb das Spiel als „thunderously crunchy and wholly entertaining boomer shooter" (zu Deutsch etwa: donnernd knackigen und durchweg unterhaltsamen Boomer-Shooter), der in „jeder Hinsicht, in der ein Sequel seinen Vorgänger verbessern kann und sollte", erfolgreich sei.[6]
- DualShockers vergab 8,5 von 10 Punkten.[7]
- TechRaptor vergab 9,5 von 10 Punkten, die höchste unter den hier zitierten Einzelwertungen.[8]
- COGconnected vergab 82 von 100 Punkten.[9]
Über diese fünf Quellen hinweg liegt die Bandbreite zwischen 8 von 10 (IGN) und 9,5 von 10 (TechRaptor) — eine für ein breit getestetes Spiel vergleichsweise enge Streuung, die zum insgesamt positiven Aggregator-Bild passt.
Wo sich die Kritiker einig sind
Mehrere unabhängige Testberichte heben dieselben Stärken hervor: Nyra Veyrath wird wiederholt als die interessantere der beiden spielbaren Figuren beschrieben, mit eigenen Bewegungsoptionen wie einem Slide-Manöver, die dem aus Teil 1 bekannten Malum Caedo fehlen.[2] Die verzweigte Kampagnenstruktur mit optionalen Missionspfaden gilt in der Berichterstattung übergreifend als klarer Fortschritt gegenüber der linearen Levelfolge des ersten Spiels.[2] Ebenfalls wiederkehrend gelobt werden die größere Umgebungsvielfalt — die Kampagne führt über mehrere Welten und Schiffe statt überwiegend über einen einzigen Planeten wie in Teil 1 — sowie verbesserte, interaktivere Bosskämpfe und ein erweitertes Gegner-Bestiarium, das stärker an die jeweiligen Tabletop-Regeln der Monster angelehnt sei.[2] Das Fachmagazin The Wand Report bezeichnete das Spiel in seiner Kritik als „the best '90s FPS you never played" und lobte dabei besonders kürzere, einprägsamere Level sowie eine als Highlight hervorgehobene Schrotflinte.[2]
Wo die Kritiker auseinandergehen — Waffenarsenal, KI und Pacing
Der zentrale Streitpunkt der Testberichte ist nicht die neue Struktur, sondern das Waffenarsenal: Mehrere Kritiken bemängeln, dass Nyra Veyrath trotz neuer Spielfigur kein eigenständiges, deutlich erweitertes Waffenset erhalte und sich das Arsenal insgesamt repetitiv anfühle.[2] Dieser Punkt wird in der Berichterstattung explizit als einer der Hauptgründe genannt, warum die Wertungen überwiegend im oberen 80er- statt im 90er-Bereich landen — neben einer als grundlegend eingestuften Gegner-KI und stellenweise unausgewogenem Pacing, etwa durch einen längeren Kampagnenabschnitt ohne neue Waffen, bevor der Rest des Arsenals im finalen Drittel auf einmal verfügbar wird.[2]
Auf technischer Seite benennen Testberichte zudem Performance-Einbrüche, die mit fortschreitender Spielzeit zunehmen sollen — konkret beschrieben für einen Nurgle-thematisierten Abschnitt, in dem die Framerate selbst auf leistungsstarker PC-Hardware merklich einbreche.[2] Eine über diese punktuelle Beobachtung hinausgehende, klar belegte plattformspezifische Differenzierung zwischen PC, PS5 und Xbox Series X|S lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht ableiten.
Boltgun 2 vs. Boltgun — was sich laut Kritikern verändert hat
Dort, wo Testberichte den direkten Vergleich zum ersten „Boltgun" ziehen, fällt das Urteil überwiegend zugunsten des Sequels aus. PlayStation Universe formulierte es direkt: Der zweite Teil verbessere den Vorgänger „in jeder Hinsicht, in der ein Sequel das kann und sollte".[6] Konkret genannt werden dabei die gegenüber dem größtenteils auf dem Planeten Graia angesiedelten ersten Teil deutlich vielfältigeren Schauplätze, die zweite spielbare Figur als strukturelle Neuerung sowie verbesserte, interaktivere Bosskämpfe.[2] Die Kehrseite dieses Fortschritts benennen dieselben Quellen jedoch ebenfalls im Vergleich: Das grundsätzliche Waffen-Feeling habe sich trotz neuer Figur nicht in vergleichbarem Umfang weiterentwickelt wie Struktur und Umgebungsdesign — jener Punkt, der die Wertungen laut mehreren Testberichten von einer möglichen Höchstnote abhält.[2]
Einordnung für Kaufentscheidung
Fasst man die zitierten Testberichte zusammen, zeichnet sich ein klares Zielgruppenbild ab: Wer Warhammer-40K-Fan ist, den ersten „Boltgun" gemocht hat oder generell Interesse an schnellen Retro-FPS/Boomer-Shootern mitbringt, findet in der Kritikerlage breite Zustimmung — mit Bestnoten bei TechRaptor und PlayStation Universe und soliden bis sehr guten Wertungen bei IGN, DualShockers und COGconnected.[5][6][7][8][9] Die neue, verzweigte Kampagnenstruktur und die zweite spielbare Figur Nyra Veyrath gelten dabei übergreifend als gelungene Erweiterung der Formel, nicht als bloßer Reskin.[2]
Wer dagegen primär auf ein großes, spürbar erweitertes Waffenarsenal oder eine fordernde, taktisch agierende Gegner-KI Wert legt, findet in den differenzierteren Kritikpunkten — repetitives Arsenal, einfache KI, unausgewogenes Pacing in einzelnen Abschnitten — Anlass zur Zurückhaltung.[2] Für Spieler:innen auf Nintendo Switch 2 bleibt zudem offen, wann genau die angekündigte Portierung erscheint; ein konkreter Termin lag zum Redaktionsschluss laut Storefront-Angaben noch nicht vor.[1] Wer vor einer Kaufentscheidung ohnehin auf diese Plattform wartet, hat damit noch keine verlässliche Zeitangabe zur Hand.
Wer tiefer in quellenbasierte Testrundschauen zu anderen aktuellen Titeln einsteigen möchte, findet eine vergleichbare Aufbereitung in unserer Rundschau zu Doom: The Dark Ages. Weiterlesen: Unser Warhammer-40K-Games-Cluster mit Space-Marine-2-Update, Einstiegsguide für Neulinge und Fraktionen-Lore liefert den breiteren Rahmen zur Marke — und wer regelmäßig über neue Test-Rundschauen informiert werden möchte, kann unseren wöchentlichen Digest abonnieren.
Quellen
[1] Warhammer 40000: Boltgun 2 – Steam-Store-Produktseite – https://store.steampowered.com/app/3115160/Warhammer_40000_Boltgun_2/ [2] Warhammer 40K Boltgun 2 Review Roundup: Critics Love Nyra's Slide And The Branching Campaign, But Her Arsenal Gets Same – GameDaily – https://gamedaily.com/games/warhammer-40000-boltgun-2-review-roundup [3] Warhammer 40,000: Boltgun 2 Reviews – Metacritic – https://www.metacritic.com/game/warhammer-40000-boltgun-2/ [4] Warhammer 40,000: Boltgun 2 Reviews – OpenCritic – https://opencritic.com/game/21486/warhammer-40-000-boltgun-2 [5] Warhammer 40,000: Boltgun 2 – IGN-Wertung gelistet in: Critic Reviews – Metacritic – https://www.metacritic.com/game/warhammer-40000-boltgun-2/critic-reviews/ [6] Warhammer 40,000: Boltgun 2 Review (PS5) – A Tremendous, Crunchy Sequel That Betters Its Predecessor In Every Way – PlayStation Universe – https://www.psu.com/reviews/warhammer-40000-boltgun-2-review-ps5/ [7] Warhammer 40,000: Boltgun 2 Review: Bringing Order to the Chaos with Righteous Fury – DualShockers – https://www.dualshockers.com/warhammer-40000-boltgun-2-review-bringing-order-to-the-chaos-with-righteous-fury/ [8] Warhammer 40,000: Boltgun 2 Review – The Ultimate Space Marine Fantasy – TechRaptor – https://techraptor.net/gaming/reviews/warhammer-40000-boltgun-2-review-ultimate-space-marine-fantasy [9] Warhammer 40K: Boltgun 2 Review – More Madness and Mayhem – COGconnected – https://cogconnected.com/review/warhammer-40k-boltgun-2-review/

