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Castlevania: Belmont’s Curse in der Test-Rundschau – das sagen die Kritiker

Ein Tag nach Release liegt bereits ein breites Bild an Testurteilen zu Castlevania: Belmont's Curse vor. Vorab eine Einordnung in eigener Sache: Dieser Artikel ist eine Rundschau, keine eigene Wertung. Die Redaktion hat das Spiel nicht selbst gespielt, vergibt keine Punktzahl und aggregiert stattdessen veröffentlichte Testurteile unabhängiger Fachmedien – jede Aussage ist ihrer Quelle direkt zugeordnet.

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Castlevania: Belmont's Curse im Überblick – worum geht es

Castlevania: Belmont's Curse ist ein erkundungsbasiertes 2D-Action-Spiel, entwickelt von Evil Empire in Zusammenarbeit mit Motion Twin und veröffentlicht von Konami.[1] Evil Empire hat sich zuvor vor allem mit der jahrelangen Weiterentwicklung von Dead Cells einen Namen gemacht – ein Pedigree, das vor dem Release viel Erwartungsdruck erzeugt hat. Laut Konamis offizieller Launch-Mitteilung ist der Titel seit dem 15. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Xbox on PC, Steam und Nintendo Switch verfügbar.[1]

Die Vorgeschichte zu diesem Release haben wir bei Gaming-Insider bereits in zwei Artikeln dokumentiert: In der Ankündigung über Xbox Wire ging es um Studio, Setting und die ersten offiziellen Eckdaten, im Hands-on-Bericht des PlayStation Blogs um erste Gameplay-Eindrücke vor Release. Beide Artikel beleuchten die Erwartungshaltung vor dem Launch – dieser Text schließt den Kreis und zeigt, wie die unabhängige Kritik das fertige Spiel tatsächlich bewertet.

Die Wertungen im Überblick – Metacritic-Aggregat

Einen Tag nach Release ist die Testwelle in vollem Gang, aber noch nicht abgeschlossen – die folgenden Werte sind daher eine Momentaufnahme und können sich in den kommenden Tagen noch verschieben, wenn weitere Tests hinzukommen. Laut Metacritic liegt die PS5-Fassung bei einem Metascore um 85 bis 86 aus über 50 Kritiken, überwiegend als „generally favorable" eingeordnet.[2] Die Plattform-Aufschlüsselung zeigt dabei spürbare Unterschiede: Die Xbox-Fassung liegt mit rund 88 Punkten aus bislang nur sechs Kritiken am höchsten, die PC-Version bei rund 82 Punkten aus knapp 30 Reviews, die Nintendo-Switch-Fassung dagegen nur bei etwa 78 Punkten aus bislang fünf Kritiken.[2] Wichtig für die Einordnung: Die geringe Reviewzahl bei Xbox und Switch macht diese Teilwerte deutlich volatiler als den breiter abgestützten PS5- und PC-Wert – ein einzelner weiterer Test kann den Schnitt dort noch merklich verschieben.

Mehrere Fachmedien ordnen den Titel bereits jetzt als einen der bestbewerteten Serienteile seit Langem ein: Laut einem Bericht von Yahoo Tech liegt der Metascore nur hinter fünf der beliebtesten Castlevania-Titel der Serienhistorie, laut ComicBook.com wird das Spiel in mehreren Zusammenfassungen als bestbewerteter Serienteil seit 21 Jahren beschrieben.[3] Solche Einordnungen sind Aggregat-Lesarten und sollten nicht mit einer redaktionellen Bewertung verwechselt werden – sie fassen lediglich zusammen, wie sich der aktuelle Score im historischen Vergleich positioniert.

Auf OpenCritic, einem weiteren Aggregator mit teils abweichender Methodik zur Gewichtung von Kritiken, wird ein ähnlicher Bereich um 85 Punkte berichtet.[3] Metacritic gewichtet einzelne Publikationen unterschiedlich stark und aktualisiert Werte laufend, sodass die hier genannten Zahlen zum Zeitpunkt der Recherche gelten, nicht als endgültig zu verstehen sind.

Einzelstimmen der Fachmedien

Die folgenden Testurteile stammen direkt von den jeweiligen Redaktionen, nicht aus einer Zusammenfassung Dritter.

GameSpot vergibt die Höchstwertung von 10/10. Reviewer Steve Watts schreibt, das Spiel „feels destined to be regarded alongside Symphony of the Night" und lobt unter anderem „a sprawling map bursting with mysteries to uncover" sowie „hands-down the best combat of any Castlevania game".[4]

IGN bewertet den Titel mit 8/10. Reviewer Scott White schreibt, das Spiel „brings Konami's beloved series into the modern era with a fast-paced focus on action first", relativiert aber: „Belmont's Curse is a better metroidvania generally than it is a Castlevania specifically, sacrificing some of the series' signature charm and feel along the way."[5]

Push Square vergibt in der PS5-Fassung 7/10 und beschreibt das Spiel als „a perfectly good game that isn't really doing anything wrong" – es sei „ultimately a good Metroidvania and a valiant effort to resuscitate Castlevania", biete aber „little new to see for anyone who's been keeping up with the genre over the last decade".[6]

GameStar kommt in der deutschsprachigen Berichterstattung auf eine Wertung von 4 von 5 Punkten und ordnet den Titel als interessante neue Richtung für die Castlevania-Reihe ein, unter anderem wegen Parkour-Mechaniken, die an Prince of Persia: The Lost Crown erinnern.[7]

4Players fasst sein Urteil im Testtitel selbst zusammen: „Nicht das beste Comeback, aber ein verdammt gutes" – die Redaktion sieht Evil Empire und Konami damit als erfolgreich darin, die Marke zurückzubringen, ohne es als makelloses Meisterwerk zu feiern.[8]

Wo sich die Kritiker einig sind (Konsens)

Über die zitierten Reviews hinweg zeichnet sich ein wiederkehrendes Lob für das Kampfsystem ab: GameSpot nennt es „hands-down the best combat of any Castlevania game" und reiht es sogar unter die besten 2D-Action-Spiele insgesamt ein.[4] Auch IGN und Push Square bestätigen – trotz insgesamt zurückhaltenderer Gesamtwertung – ein funktionierendes, angenehmes Kampfgefühl, auch wenn Push Square einschränkt, dass Bewegung und Kampf „slow to start" seien und einige Bosskämpfe zu schmerzhaften Schwierigkeitsspitzen neigten.[6]

Zweiter Konsenspunkt ist die Erkundung: GameSpot hebt die Kartengröße und „joyous traversal tools" hervor,[4] GameStar lobt separat die Parkour-Mechaniken der Fortbewegung.[7] Mehrere Redaktionen nehmen zudem positiv Bezug auf das Dead-Cells-Pedigree von Evil Empire, ohne das Spiel selbst als Roguelite zu beschreiben – die Studio-Erfahrung mit präzisem 2D-Gameplay wird in den Tests als Erklärung für die Kampfsystem-Qualität angeführt, nicht als Gameplay-Mechanik des Spiels selbst.

Wo die Kritiker auseinandergehen (Dissens)

Der klarste Streitpunkt ist der Umgang mit Genre-Innovation und Serien-Identität. Während GameSpot das Spiel als neuen Höhepunkt der Serie feiert,[4] bemängelt IGN, der Titel büße dabei etwas vom „signature charm and feel" der Reihe ein und sei „a better metroidvania generally than it is a Castlevania specifically",[5] und Push Square ordnet den Titel nüchterner als solide, aber mit „little new to see for anyone who's been keeping up with the genre" ein.[6] 4Players bringt diese Spannung mit seinem Urteil „nicht das beste Comeback, aber ein verdammt gutes" auf den Punkt – ein Lob mit eingebauter Relativierung.[8]

Ein zweiter Dissenspunkt betrifft die technische Konsistenz über die Plattformen. Die Metacritic-Plattformwerte deuten auf spürbare Unterschiede zwischen den Fassungen hin, wobei insbesondere die Nintendo-Switch-Version mit rund 78 Punkten unter dem PS5- und Xbox-Wert liegt.[2] Zur konkreten technischen Performance der Switch-Portierung liegt aus den bislang zitierten Erst-Reviews selbst keine detaillierte Einzelaussage vor – dieser Punkt lässt sich aktuell nur über den Aggregat-Wert, nicht über ein zitierfähiges Testdetail belegen und sollte entsprechend vorsichtig gelesen werden. Push Square benennt zudem konkrete Kritikpunkte an Spielgefühl und Balance: eine lange Aufladezeit beim Greifhaken-Einsatz, teils unresponsive Steuerung der Hauptfigur Rose sowie schmerzhafte Schwierigkeitsspitzen bei einzelnen Bossen.[6]

Einordnung – löst der Titel die Vorab-Erwartungen ein?

Die vor Release bei Gaming-Insider dokumentierte Erwartungshaltung speiste sich vor allem aus zwei Quellen: der Ankündigung über Xbox Wire, die das Dead-Cells-Pedigree von Evil Empire als Qualitätssignal betonte, und dem Hands-on-Bericht des PlayStation Blogs, der bereits vor Release ein schnelles, reaktionsstarkes Kampfsystem beschrieb.

Die jetzige Testlage bestätigt diesen Fokuspunkt in der Breite: Gerade das Kampfsystem wird über mehrere unabhängige Reviews hinweg als Stärke genannt, von GameSpots Höchstlob bis zu Push Squares eingeschränkterer, aber ebenfalls grundsätzlich positiver Einschätzung.[4][6] Wo sich die Kritikerlage von einer reinen Bestätigung der Vorab-Erwartung unterscheidet, ist die Frage der Eigenständigkeit: Während die Vorab-Berichterstattung das Studio-Pedigree als Versprechen für Qualität las, benennen IGN und teilweise Push Square nach dem fertigen Spiel nun auch die Kehrseite – ein solides, aber im Genrevergleich wenig überraschendes Produkt.[5][6] Ob sich das Comeback „gelohnt" hat, ist keine Frage, die sich aus den Testzitaten allein beantworten lässt – das bleibt der individuellen Kaufentscheidung überlassen.

Einordnung für Kaufentscheidung (aggregiert, nicht eigene Meinung)

Fasst man die zitierten Testurteile zusammen, ergibt sich folgendes Bild: Metroidvania- und Castlevania-Fans sowie Interessierte an einem spürbar kampflastigen 2D-Action-Spiel dürften nach dem übereinstimmenden Lob für Kampfsystem und Erkundung (GameSpot, IGN, GameStar, 4Players) gut bedient sein.[4][5][7][8] Wer dagegen bereits viele aktuelle Metroidvania-Titel gespielt hat und auf der Suche nach einem genresprengenden Konzept ist, sollte laut Push Square seine Erwartungen dämpfen – der Titel biete „little new to see for anyone who's been keeping up with the genre".[6] Spieler:innen, die empfindlich auf unausgewogene Bosskämpfe oder eine zähere Anfangsphase reagieren, nennt Push Square ebenfalls als Gruppe, die eher zurückhaltend herangehen sollte.[6]

Zur Plattformwahl liefert bislang nur der Metacritic-Aggregatwert einen Anhaltspunkt, keine der zitierten Einzelreviews behandelt einen direkten Plattformvergleich: PS5 und Xbox liegen aktuell vorn, die PC-Fassung folgt mit etwas Abstand, während die Switch-Version den niedrigsten Teilwert aufweist – bei allerdings noch sehr kleiner Stichprobe von bislang nur fünf Kritiken.[2] Wer kurz nach Launch kauft, kauft also auf Basis einer noch wachsenden, aber bereits breit positiven Testlage. Wer die Entwicklung der Wertungen über die kommenden Tage beobachten möchte, findet mit unserem Konami-Revival-Guide zu Silent Hill, Castlevania und Metal Gear einen Überblick über das größere Comeback-Programm des Publishers. Wer sich für vergleichbare Rundschauen zu anderen aktuellen Releases interessiert, findet in unserer Test-Rundschau zu Dune: Awakening ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Kritikerlagen über Tage und Plattformen hinweg verschieben können.

Quellen

[1] KONAMI (offizielle Mitteilung) – It's Time to Hunt the Night: Castlevania: Belmont's Curse Launches Today – https://www.konami.com/games/eu/en/topics/19359/ [2] Metacritic – Castlevania: Belmont's Curse Reviews – https://www.metacritic.com/game/castlevania-belmonts-curse/ [3] Yahoo Tech – Castlevania: Belmont's Curse Metacritic score is only behind 5 of the series' most beloved entries – https://tech.yahoo.com/gaming/articles/castlevania-belmonts-curse-metacritic-score-103742572.html [4] GameSpot – Castlevania: Belmont's Curse Review – The Series At Its Best – https://www.gamespot.com/reviews/castlevania-belmonts-curse-is-the-series-at-its-best/ [5] IGN (offizieller X-Account, Ankündigung mit Review-Zitat; vollständiger ign.com-Artikeltext lag zur Verlinkung nicht vor) – Castlevania: Belmont's Curse Review – https://x.com/IGN/status/2109902210083504368 [6] Push Square – Castlevania: Belmont's Curse Review (PS5) – https://www.pushsquare.com/reviews/ps5/castlevania-belmonts-curse [7] GameStar – Castlevania: Belmont's Curse im Test – Ist Metroidvania plus Prince of Persia die Zukunft des Genres? – https://www.gamestar.de/artikel/castlevania-belmonts-curse-test-steam-review,3461084.html [8] 4Players – Castlevania: Belmont's Curse im Test: Nicht das beste Comeback, aber ein verdammt gutes – https://www.4p.de/test/castlevania-belmonts-curse-test-review-pc-ps5-xsx-switch/3435631/3

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