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Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026 veröffentlicht: Markt wächst wieder, mehr Unternehmen

Der game – Verband der deutschen Games-Branche hat am 12. August 2026 in Berlin den Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026 veröffentlicht.[1] Der Report ist die zentrale jährliche Bestandsaufnahme des Verbands zum deutschen Games-Markt — mit Daten zu Spielerinnen und Spielern, zur Marktentwicklung und zum Games-Standort Deutschland. Laut Verband mehren sich nach herausfordernden Jahren die Signale für eine Trendumkehr: Der Markt wächst wieder, die Zahl der Unternehmen steigt und die Zuversicht in der Branche kehrt zurück.[1] Wir fassen zusammen, was in der neuen Ausgabe steckt, welche aktuellen Branchenzahlen der Verband in diesem Jahr offiziell belegt hat und wie sich das in die laufende Standortdebatte einordnet.

Die Meldung: Was im Jahresreport 2026 steckt — und wo er zu finden ist

Herausgeber des Jahresreports ist der game – Verband der deutschen Games-Branche, die Interessenvertretung der deutschen Games-Unternehmen und zugleich Veranstalter der gamescom. Die Ausgabe 2026 wurde am 12. August 2026 offiziell auf der Verbandswebsite bekannt gegeben und steht ab sofort kostenfrei auf Deutsch und Englisch auf jahresreport.game.de zum Download bereit; auf der gamescom ist der Report zusätzlich in gedruckter Form erhältlich, der gedruckten Ausgabe liegt ein Marktdatenposter bei.[1] Die Publikationen des Verbands, darunter die Jahresreports der vergangenen Jahre, stehen gesammelt und kostenlos auf game.de bereit.[5]

Inhaltlich bündelt der Report laut Verband in einzelnen Kapiteln zahlreiche Daten über die Spielerinnen und Spieler, die Entwicklung des Games-Markts und den Games-Standort Deutschland. In eigenen Beiträgen geben zudem die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), die Stiftung Digitale Spielekultur und die esports player foundation Einblick in ihre Arbeit; dazu kommen Rückblicke auf die gamescom 2025 und den Deutschen Computerspielpreis 2026.[1] Drei Interviews ergänzen die Ausgabe: Berlins Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey erklärt, was das House of Games Berlin für die Games-Branche leisten soll und warum die Branche für Berlin wichtig ist. Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes, spricht über das E-Sport-Engagement des DOSB und die erstmals gemeinsam mit dem E-Sport-Bund Deutschland, der esports player foundation und dem game aufgestellte deutsche Nationalmannschaft für den Esports Nations Cup 2026. Und Juliane Müller, Geschäftsführerin bei Goldmedia, ordnet die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025" ein — von der Bedeutung Deutschlands als Absatzmarkt bis zu den wirtschaftlichen Effekten der Games-Förderung.[1]

Ein wichtiger Hinweis zum Berichtszeitraum: In den Vorjahren bezogen sich die Marktdaten des jeweils im Sommer erschienenen Reports überwiegend auf das vorangegangene Kalenderjahr — die Ausgabe 2025 etwa auf das Marktjahr 2024.[2] Welchen Datenstand die Ausgabe 2026 im Einzelnen abbildet und welche Erhebungszeiträume den jeweiligen Kapiteln zugrunde liegen, weist der Report selbst aus; maßgeblich für alle Detailzahlen ist deshalb das Report-Dokument auf jahresreport.game.de.[1]

Die wichtigsten belegten Branchenzahlen des Verbands in 2026

Unabhängig vom Report hat der Verband in diesem Jahr bereits offizielle Marktdaten zum Zustand der Branche veröffentlicht — und die zeichnen ein gemischtes Bild. Laut der im Frühjahr 2026 publizierten Erhebung zu Unternehmen und Beschäftigten ist die Zahl der Games-Unternehmen in Deutschland von 917 auf 956 gestiegen, ein Plus von 4 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten bei Spiele-Entwicklern und Publishern sank dagegen erneut: 12.235 Menschen arbeiteten demnach direkt in Entwicklung und Publishing, ein Rückgang um 3 Prozent.[3] Der Verband selbst ordnet das so ein, dass sich die deutsche Games-Branche nur langsam von den Auswirkungen der internationalen Konsolidierungswelle und den Unsicherheiten rund um die Games-Förderung vergangener Jahre erholt — das ist die Lesart des Herausgebers, keine neutrale Drittbewertung.[3]

Zur Marktgröße liefert die Vorjahresausgabe des Reports den Referenzrahmen: Für das Jahr 2024 wies der Jahresreport 2025 einen Umsatzrückgang des deutschen Games-Markts um 6 Prozent aus, bei einem Marktvolumen von rund 9,4 Milliarden Euro — womit Deutschland weiterhin der größte Games-Markt Europas war.[2] Für das Folgejahr hat der Verband bereits vorab eine aktuellere Zahl beziffert: Für das Marktjahr 2025 meldete er im März 2026 ein Umsatzwachstum von 4 Prozent auf ebenfalls rund 9,4 Milliarden Euro, getragen vor allem von Games-Hardware und Online-Diensten wie Abos.[6]

Kennzahl Wert Veränderung Quelle (offiziell, game-Verband)
Games-Unternehmen in Deutschland 956 +4 % Marktdaten-Erhebung 2026[3]
Beschäftigte bei Entwicklern/Publishern 12.235 −3 % Marktdaten-Erhebung 2026[3]
Umsatz Games-Markt Deutschland (Jahr 2024) ca. 9,4 Mrd. Euro −6 % Jahresreport 2025[2]
Umsatz Games-Markt Deutschland (Jahr 2025, vorab gemeldet) ca. 9,4 Mrd. Euro +4 % Marktmeldung März 2026[6]

Wie der jetzt veröffentlichte Report diese Reihen im Detail fortschreibt — etwa mit Umsatzzahlen nach Plattform und Segment —, entnimmt man dem Report-Dokument selbst; die Pressemeldung zur Veröffentlichung nennt keine einzelnen Kennzahlen. Wir übernehmen hier bewusst nur Zahlen, die der Verband in seinen frei zugänglichen Veröffentlichungen konkret beziffert hat.[1][3][6]

Was das für den Games-Standort Deutschland bedeutet

Der Jahresreport erscheint mitten in einer laufenden Standortdebatte. Die Bundesförderung für Games wurde für 2026 auf 125 Millionen Euro jährlich aufgestockt — eine Größenordnung, die der Verband lange gefordert hatte.[7] Wie sich die kumulierte Bundesförderung seit 2019 zusammensetzt und wer davon profitiert, haben wir in unserer Analyse zur Games-Förderung des Bundes aufgeschlüsselt.

Zugleich meldet der Verband mit seinem Branchenbarometer 2026 — einer Befragung unter den Mitgliedsunternehmen, also einem Stimmungsbild und keiner Markterhebung — eine sich langsam aufhellende Stimmung in der deutschen Games-Branche.[4] Zusammen mit der gestiegenen Unternehmenszahl und dem anhaltenden Beschäftigungsrückgang ergibt sich das Bild einer Branche im Übergang: mehr Gründungen und Standorte, aber noch kein Beschäftigungsaufbau.[3][4]

Sichtbar wird die kreative Seite dieser Entwicklung regelmäßig bei den Präsentationsformaten deutscher Studios: Beim Showcase „Games Composed in Germany" und beim Stream „Games Forged in Germany" zeigen Teams aus Deutschland ihre kommenden Titel — viele davon mit Unterstützung aus Bundes- oder Ländermitteln.

Einordnung — Aussagekraft und Grenzen des Reports

Für die Einordnung der Zahlen sind drei Punkte wichtig. Erstens: Der Jahresreport ist eine Verbandspublikation. Der game-Verband vertritt die Interessen der deutschen Games-Unternehmen; Bewertungen und Forderungen im Report oder in der Begleitkommunikation — etwa zur Förderpolitik — sind deshalb als Position des Herausgebers zu lesen, nicht als unabhängige Analyse. Das schmälert den Wert der Daten nicht, gehört aber zur sauberen Einordnung.

Zweitens: Nicht alle Zahlen des Verbands sind vom gleichen Typ. Marktdaten (Umsätze, Unternehmens- und Beschäftigtenzahlen) beruhen auf Erhebungen und Marktforschungsdaten, das Branchenbarometer dagegen auf einer Befragung der Mitgliedsunternehmen — dessen Ergebnisse sind Stimmungswerte und sollten nicht mit harten Ist-Zahlen verwechselt werden.[4] Welche Datenquellen, Partner und Erhebungszeiträume den einzelnen Kapiteln der Ausgabe 2026 zugrunde liegen, dokumentiert der Report selbst; wir haben darauf verzichtet, Methodik-Details zu ergänzen, die wir nicht direkt aus der Quelle belegen können.

Drittens: Vorsicht bei Jahresvergleichen. Die Ausgabenbezeichnung („Jahresreport 2026") und das Datenjahr der enthaltenen Marktzahlen fallen traditionell auseinander — wer Zahlen zitiert, sollte immer das Bezugsjahr mitnennen, sonst entstehen schiefe Vergleiche zwischen Berichtszeiträumen.

Kurz zusammengefasst

Wer die Entwicklung des Games-Standorts Deutschland weiterverfolgen will: Unser wöchentlicher Newsletter-Digest bündelt die wichtigsten Gaming-News der Woche — Branchenzahlen, Förderpolitik und deutsche Studio-Erfolge inklusive.

Quellen

[1] game – Verband der deutschen Games-Branche: Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026 veröffentlicht – https://www.game.de/jahresreport-der-deutschen-games-branche-2026-veroeffentlicht/ [2] game – Verband der deutschen Games-Branche: Jahresreport der deutschen Games-Branche 2025 veröffentlicht – https://www.game.de/jahresreport-der-deutschen-games-branche-2025-veroeffentlicht/ [3] game – Verband der deutschen Games-Branche: Marktdaten zu Unternehmen und Beschäftigten 2026 – https://www.game.de/marktdaten-unternehmen-und-beschaeftigte-2026/ [4] game – Verband der deutschen Games-Branche: game Branchenbarometer 2026 – https://www.game.de/game-branchenbarometer-2026-stimmung-in-der-deutschen-games-branche-hellt-sich-langsam-auf/ [5] game – Verband der deutschen Games-Branche: Publikationen – https://www.game.de/publikationen/ [6] game – Verband der deutschen Games-Branche: Deutscher Games-Markt wächst 2025 um 4 Prozent – https://www.game.de/deutscher-games-markt-waechst-2025-um-4-prozent/ [7] game – Verband der deutschen Games-Branche: Bundesregierung erhöht Budget der Games-Förderung deutlich – https://www.game.de/bundesregierung-erhoeht-budget-der-games-foerderung-deutlich/

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