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Reviews & Analyse 7 Min. Lesezeit

Control Resonant in der Test-Rundschau: Warum die Wertungen von 3/5 bis 9/10 reichen

Test-Rundschau zu Control Resonant: Wertungen von IGN, GameSpot, Eurogamer und PC Gamer im Vergleich – Konsens, Dissens und was das für den Kauf bedeutet.

Alexander Woitschach 21.09.2026
KI-Kurzfassung
  • Control Resonant erhält von der Fachpresse Wertungen zwischen 3/5 Sternen (Eurogamer) und 9/10 (GameSpot), bei einem OpenCritic-Schnitt von 84 Punkten.
  • Einig sind sich die Tests beim Lob für Weltdesign und Atmosphäre, während Kampfsystem und der neue Schauplatz die Kritiker deutlich spalten.
  • Das Spiel erscheint am 24. September 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC; die Redaktion fasst die Testlage zusammen, ohne selbst zu werten.
Stand: 21.09.2026

Drei Tage vor dem Release von Control Resonant liegt bereits eine breite Testabdeckung vor – und sie fällt ungewöhnlich gespalten aus. GameSpot vergibt 9/10 und spricht vom besten Gameplay, das Remedy je abgeliefert hat. Eurogamer kommt mit 3 von 5 Sternen zu einem deutlich kühleren Urteil. Dazwischen liegen IGN mit 8/10 und PC Gamer mit 76/100. Für ein Spiel, das bei den Aggregatoren um die 84 Punkte pendelt, ist diese Spanne auffällig groß.

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Diese Rundschau fasst die Kritikerlage zusammen und ordnet ein, wo sich die Tests einig sind und wo nicht. Wichtig vorab: Wir aggregieren und ordnen ein – eine eigene Wertung der Redaktion gibt es hier nicht, da wir das Spiel nicht selbst getestet haben.

Control Resonant im Überblick

Control Resonant ist der Nachfolger von Control (2019) und erscheint am 24. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie PC via Steam und Epic Games Store; GeForce-NOW-Unterstützung ist zum Start dabei, eine Mac-Version soll später im Jahr 2026 folgen.[1] Die Standard Edition kostet laut Ankündigung 59,99 US-Dollar, die Digital Deluxe Edition 69,99 US-Dollar.[1] Anders als beim Vorgänger, der noch bei 505 Games erschien, veröffentlicht Remedy Entertainment den Titel diesmal selbst.[1]

Im Mittelpunkt steht diesmal nicht Jesse Faden, sondern ihr Bruder Dylan: Als paranatürlich begabter „Parautilitarian" wird er vom Federal Bureau of Control gegen eine neue, andersweltliche Form der Resonanz ins Feld geschickt – und sucht dabei nach seiner verschollenen Schwester.[1] Statt im Oldest House spielt das Sequel in einer offeneren Version von Manhattan; GameSpot beschreibt es als Remedys Variante eines „semi-open-world character-action game".[2]

Wie Remedy den Titel in den Tagen vor dem Launch inszeniert hat, haben wir in unserer News zum Launch-Trailer von Control Resonant zusammengefasst. Wer den Release im Kontext des restlichen Jahrgangs sehen will, findet den Titel auch in unserer Übersicht der PS5-Spiele 2026.

Die Wertungen im Vergleich: Metacritic und OpenCritic

Damit die unterschiedlichen Skalen vergleichbar werden, hier die vier prägenden Fachmedien-Wertungen normalisiert auf 100 Punkte:

Medium Wertung Normalisiert (0–100)
GameSpot 9/10 90
IGN 8/10 80
PC Gamer 76/100 76
Eurogamer 3/5 Sterne 60

Bei den Aggregatoren steht Control Resonant solide da: OpenCritic führt das Spiel mit einem Schnitt von 84 Punkten aus 66 Tests, einer Empfehlungsquote von 85 Prozent und dem Prädikat „Mighty" – das obere Segment der Datenbank.[3] Metacritic weist je nach Plattform ähnliche Werte aus, mit leichten Schwankungen um die Mitte 80 (PS5 und PC jeweils 84 Punkte, Xbox Series X etwas niedriger).[5]

Zwei methodische Hinweise zur Einordnung: Eurogamer wertet seit der Umstellung seines Testsystems auf einer Fünf-Sterne-Skala, die gröber rastert als eine 100er-Skala – 3/5 ist dort ein „ordentlich, aber mit Vorbehalten", keine Abrechnung. Und Aggregatoren mitteln unterschiedlich viele und unterschiedlich gewichtete Tests; ein Schnitt von 84 sagt nichts darüber, wie weit die Einzelmeinungen auseinanderliegen. Genau das ist hier der Punkt: 30 normalisierte Punkte zwischen Top- und Tiefstwertung sind für ein 84er-Spiel eine bemerkenswerte Streuung.

Einzelstimmen der Fachmedien

GameSpot (9/10): Tester Mark Delaney feiert das Sequel als Bruch mit einer alten Remedy-Schwäche: Bei Alan Wake, Quantum Break und Control habe sich das Gameplay oft der Story untergeordnet – Control Resonant breche mit dieser Tradition „magnificently". An der Schnittstelle aus „impeccable combat design" und Remedys typischer Schrägheit stehe etwas „unforgettably unique"; für den Test hat Delaney nach eigenen Angaben 39 Stunden auf dem PC gespielt.[2]

IGN (8/10): Michael Higham nennt das Spiel „a great addition to the Remedyverse". Die Story folge zwar einem konventionelleren Rahmen als beim Vorgänger, ihre Anziehungskraft liege aber in der einfallsreichen Welt und der Menschlichkeit, die das Paranormale erdet. Eine Einschränkung räumt auch er ein: Die Schärfe des Kampfsystems nutze sich mit der Zeit ab („even when combat's sharp edge eventually dulls").[4]

PC Gamer (76/100): Die zwiespältigste Formel liefert PC Gamer: eine willkommene Rückkehr in Remedys „magnificent hellscapes" – aber mit „too many hours of middling combat". Gerade in den ersten Stunden fehle den Basisangriffen der Punch („basic attacks don't have the juice"); was auf dem Papier spektakulär klinge, sei in der Praxis „aggressively fine".[6]

Eurogamer (3/5): Eurogamer beschreibt Control Resonant als stärker Action-RPG-orientierten Nachfolger und macht den zentralen Einwand am Schauplatzwechsel fest: Mit dem Verlassen des Oldest House lasse das Spiel auch „some of what gave the original its magic" zurück – einen Teil dessen, was das Original besonders machte.[4]

Wo sich die Kritiker einig sind

Der klarste Konsens betrifft die Welt und ihre Atmosphäre. Bemerkenswert ist, dass selbst der kritischste Großtest hier mitgeht: PC Gamer spricht trotz seiner Kampfsystem-Schelte von „magnificent hellscapes" und einer willkommenen Rückkehr,[6] IGN lobt die „inventive world" als eigentliches Gravitationszentrum des Spiels,[4] und GameSpot hebt hervor, dass Remedys typische Schrägheit im neuen Manhattan-Setting nichts von ihrer Wirkung verliert.[2] Dass 85 Prozent der bei OpenCritic erfassten Kritiker das Spiel empfehlen, passt zu diesem Grundton.[3]

Auch beim größten Schwachpunkt gibt es mehr Überschneidung, als die Wertungsspanne vermuten lässt: Dass das Kampfsystem über die Spielzeit an Reiz verliert, räumt nicht nur PC Gamer ein – auch IGN notiert die sich abnutzende Schärfe der Kämpfe, vergibt aber trotzdem 8/10, weil Welt und Figuren das für den Tester tragen.[4][6]

Wo die Kritiker auseinandergehen

Der Kernstreitpunkt ist das Kampfsystem – und zwar nicht als Detail, sondern in der Grundsatzfrage. GameSpot nennt das Kampfdesign „impeccable" und macht es zum Hauptargument für die 9/10.[2] PC Gamer bewertet denselben Baustein als „middling" und rechnet vor, dass davon schlicht zu viele Stunden im Spiel stecken.[6] Zwischen „makellos" und „mittelmäßig" liegt keine Geschmacksnuance, sondern eine fundamental andere Lesart derselben Mechanik – IGN positioniert sich mit seinem „nutzt sich ab, trägt aber"-Urteil genau dazwischen.[4]

Der zweite Dissens betrifft die Struktur. Dass Control Resonant das Oldest House verlässt und offener sowie stärker Action-RPG-artig wird, bewerten die Tests diametral entgegengesetzt: Für GameSpot ist der Bruch mit der Remedy-Tradition gerade die Stärke des Spiels,[2] für Eurogamer geht damit ein Teil der Magie des Originals verloren.[4] Es ist im Kern eine Erwartungsfrage – wer ein eigenständiges, größeres Action-Spiel wollte, findet es hier; wer die dichte, geschlossene Mysterienbox des Vorgängers zurückwollte, bekommt sie nicht.

Plattformspezifische Technik-Unterschiede zwischen PC, PS5 und Xbox arbeiten die vier Großtests nicht als eigenes Thema heraus; die zitierten PC-Tests von GameSpot und PC Gamer berichten von keinen wertungsrelevanten technischen Ausfällen.[2][6]

Einordnung für die Kaufentscheidung

Fasst man die Testlage zusammen – ausdrücklich als Aggregat der Kritikerstimmen, nicht als Redaktionsurteil –, ergibt sich ein klares Muster: Wer wegen der Welt, der Atmosphäre und der Remedyverse-Verzahnung kommt, findet über alle vier Tests hinweg positive Signale, sogar im kritischsten.[2][4][6] Wer dagegen primär ein über Dutzende Stunden tragendes, abwechslungsreiches Kampfsystem erwartet, trifft auf die am stärksten umstrittene Komponente des Spiels – hier stehen GameSpots Begeisterung und PC Gamers Ermüdung unvereinbar nebeneinander. Und wer vor allem das Oldest House und die spezifische Stimmung des Originals zurückwill, sollte Eurogamers Einwand ernst nehmen, dass genau dieser Kern nicht mitgezogen ist.[4]

Praktisch relevant: Das Spiel erscheint erst am 24. September – die Tests sind vor dem Launch erschienen.[1][3] Da der Titel digital startet, gibt es keinen Grund zur Eile; wer unsicher ist, kann die ersten Nutzerberichte nach Release abwarten, ohne etwas zu verpassen. Weitere quellenbasierte Test-Rundschauen dieser Art sowie unsere Release-Übersichten bündeln wir fortlaufend – unter anderem im wöchentlichen Newsletter-Digest.

Quellen

[1] Remedy Entertainment (offizielle Ankündigung) – https://www.remedygames.com/article/control-resonant-launches-worldwide-on-september-24 [2] GameSpot – Control Resonant Review – https://www.gamespot.com/reviews/control-resonants-best-aspect-left-me-utterly-speechless/ [3] OpenCritic – Control Resonant – https://opencritic.com/game/20766/control-resonant [4] OpenCritic – Einzeltests-Übersicht (u. a. IGN, Eurogamer) – https://opencritic.com/game/20766/control-resonant/reviews [5] Metacritic – Control Resonant – https://www.metacritic.com/game/control-resonant/ [6] PC Gamer – Control Resonant Review – https://www.pcgamer.com/games/action/control-resonant-review/

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.

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Über den Autor Alexander Woitschach

Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.

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