»Das Ende der Konsolen?« – was hinter dem GameStar-Video mit Rick von Space Frogs steckt
GameStar diskutiert mit Rick von Space Frogs das mögliche Ende der Konsolen. Was die These besagt, was offizielle Zahlen sagen – und warum das Meinung ist, kein Fakt.
»Das Ende der Konsolen?« – mit dieser Frage im Titel sorgt aktuell ein GameStar-Video für Gesprächsstoff, in dem Rick vom YouTube-Duo Space Frogs zu Gast ist.[1] Bevor jemand in Panik das Sparbuch für die nächste Konsolengeneration auflöst, direkt vorweg: Das ist ein Meinungs- und Diskussionsformat eines Fachmediums, keine Nachrichtenmeldung. Es gibt keine offizielle Ankündigung von Sony, Microsoft oder Nintendo, dedizierte Konsolen-Hardware einzustellen – im Gegenteil, wie ein Blick auf die offiziellen Zahlen und Roadmaps zeigt. Wir ordnen ein, worum es geht und wie ernst die These zu nehmen ist.
Worum geht es in dem GameStar-Video mit Rick von Space Frogs?
Das Video ist auf gamestar.de erschienen und trägt den Titel »Das Ende der Konsolen? | mit Rick von Space Frogs«.[1] Gesprächspartner ist Rick, eine Hälfte des YouTube- und Podcast-Duos Space Frogs, das seit Jahren zu Gaming- und Netzkultur-Themen publiziert. Das Thema: die Zukunft klassischer Spielkonsolen in einer Branche, die sich sichtbar in Richtung Abo-Dienste, Cloud-Streaming und plattformübergreifende Ökosysteme bewegt.
Wichtig für die Einordnung: Der Titel ist bewusst als Frage formuliert – ein klassischer Diskussions-Aufhänger mit Klicktitel-Charakter, kein Nachrichten-Claim. Was Rick und die GameStar-Redaktion im Gespräch äußern, sind persönliche Einschätzungen und Prognosen, keine bestätigten Branchenfakten. Wer die vollständige Argumentation im Wortlaut hören will, findet sie ausschließlich im Video selbst – wir geben hier bewusst keine Zitate wieder, sondern ordnen die dahinterliegende Debatte anhand überprüfbarer Quellen ein.
Die zentrale These – und in welche Debatte sie fällt
Zugespitzt lautet die im Titel aufgeworfene These: Konsolen in ihrer bisherigen Form – eine dedizierte Box unterm Fernseher mit eigenem, geschlossenem Ökosystem – könnten mittelfristig an Bedeutung verlieren. Das ist keine Erfindung des Videos, sondern eine Debatte, die die Branche seit Jahren begleitet und die zuletzt neuen Schub bekommen hat.
Denn einige Verschiebungen sind real und offiziell belegt: Microsoft positioniert seine Strategie inzwischen ausdrücklich so, dass das Xbox-Erlebnis nicht an einen einzigen Store oder ein einziges Gerät gebunden sein soll – Spielen über Konsole, Handheld, PC und Cloud hinweg.[2] Auch der Wandel weg vom physischen Medium ist greifbar: Sony hat das Ende der Disc-Produktion für neue PlayStation-Spiele ab 2028 offiziell angekündigt. Und die Abo-Ökonomie verändert Kaufverhalten spürbar, wie die Preisentwicklung beim Xbox Game Pass zuletzt gezeigt hat.
Ob daraus aber das »Ende der Konsolen« folgt, ist eine Interpretation – und genau als solche sollte man das Video verstehen: als Meinungsbeitrag zweier Beobachter, nicht als gesicherte Prognose.
Was spricht dagegen – der Fakten-Check
Stellt man der These die offiziellen Aussagen und Zahlen der drei Hersteller gegenüber, ergibt sich ein deutlich anderes Bild:
| Hersteller | Offizieller Stand |
|---|---|
| Sony | 93,7 Millionen ausgelieferte PS5-Konsolen bis 31. März 2026 laut Geschäftsbericht[3] |
| Microsoft | Mehrjährige AMD-Partnerschaft für die nächste Xbox-Konsolengeneration offiziell bestätigt (Juni 2025)[2] |
| Nintendo | 19,86 Millionen Switch-2-Konsolen im ersten Geschäftsjahr ausgeliefert (bis 31. März 2026)[4] |
Im Detail: Microsoft hat im Juni 2025 über Xbox Wire eine strategische, mehrjährige Partnerschaft mit AMD angekündigt – ausdrücklich für die Chip-Entwicklung künftiger Geräte, darunter die nächste Generation von Xbox-Konsolen, Handhelds und Cloud-Hardware, inklusive Abwärtskompatibilität zur bestehenden Spielebibliothek.[2] Wer das Ende der Konsolen ausruft, muss also erklären, warum der Hersteller mit der aggressivsten Multi-Plattform-Strategie gleichzeitig offiziell neue Konsolen-Hardware entwickelt.
Nintendo wiederum hat mit der Switch 2 gerade einen der schnellsten Konsolenstarts der Firmengeschichte hingelegt: 19,86 Millionen Einheiten im ersten Geschäftsjahr weist der offizielle Geschäftsbericht aus.[4] Und Sonys PS5 steht laut den Ende Geschäftsjahr 2025 veröffentlichten Zahlen bei 93,7 Millionen ausgelieferten Konsolen.[3] Von einem sterbenden Markt kann bei diesen Größenordnungen keine Rede sein.
Auch der historische Kontext mahnt zur Vorsicht: Das »Ende der Konsolen« wurde schon zur Hochphase des Cloud-Gaming-Hypes um 2019 ausgerufen – damals mit Google Stadia als vermeintlichem Konsolen-Killer. Am Ende war es Stadia selbst, das eingestellt wurde: Google beendete den Dienst offiziell zum Januar 2023.[5] Cloud-Gaming ist seither gewachsen, aber als Ergänzung neben der lokalen Hardware, nicht als deren Ablösung.
Eine wichtige Abgrenzung noch, weil sie gern verwechselt wird: Das offiziell bestätigte Ende der Disc-Produktion bei PlayStation ist nicht dasselbe wie ein Ende der Konsolen-Hardware. Ersteres betrifft das Medium, nicht das Gerät – ähnlich wie Nintendos Game-Key-Cards auf der Switch 2 den Wandel des physischen Formats zeigen, ohne die Konsole selbst infrage zu stellen.
Einordnung für die Community – wie ernst ist die These zu nehmen?
Unsere redaktionelle Einschätzung, klar als solche gekennzeichnet: Die Diskussion ist legitim und das Video als Denkanstoß durchaus sehenswert – die Branche verschiebt sich tatsächlich in Richtung Dienste, Abos und plattformübergreifender Ökosysteme. Aber die zugespitzte These vom Ende der Konsolen ist Stand heute durch keine offizielle Ankündigung und keine Verkaufsstatistik gedeckt. Wahrscheinlicher als ein Ende ist ein Formwandel: Konsolen, die weniger geschlossen sind, Hybrid- und Handheld-Formen, Cloud als Zusatzoption.
Was heißt das praktisch für euch? Niemand muss wegen dieser These eine Kaufentscheidung überstürzen oder aufschieben. Wer eine PS5, Xbox oder Switch 2 besitzt oder plant, kauft in einen aktiv unterstützten Markt mit bestätigten Hardware-Roadmaps. Cloud-Gaming lohnt sich als Ergänzung – etwa zum Ausprobieren von Spielen –, ersetzt aber auf absehbare Zeit keine lokale Hardware. Wir arbeiten aktuell an einem ausführlichen Guide zur Frage »Konsole vs. PC vs. Cloud – was ab 2026 die beste Wahl ist«; wer den nicht verpassen will, findet ihn wie unsere Hardware-Kaufberatungen und Deal-Alerts zuerst im Newsletter.
Kurz zusammengefasst
- Quelle: GameStar-Video »Das Ende der Konsolen? | mit Rick von Space Frogs« – ein Meinungs- und Diskussionsformat, keine Nachrichtenmeldung.[1]
- These: Konsolen könnten in ihrer bisherigen Form an Bedeutung verlieren – eine persönliche Einschätzung der Gesprächspartner, keine bestätigte Entwicklung.
- Fakten dagegen: 93,7 Millionen ausgelieferte PS5[3], 19,86 Millionen Switch 2 im ersten Jahr[4], offiziell bestätigte Next-Gen-Xbox-Hardware in Entwicklung[2].
- Einordnung: Kein Hersteller hat das Ende dedizierter Konsolen angekündigt. Real ist ein Formwandel – mehr dazu in unseren Einordnungen zum Disc-Produktions-Ende bei PlayStation und zum Game-Pass-Preis-Chaos.
Quellen
[1] GameStar – https://www.gamestar.de/videos/das-ende-der-konsolen-mit-rick-von-space-frogs,141576.html
[2] Xbox Wire (offiziell, Microsoft) – https://news.xbox.com/en-us/2025/06/19/xbox-amd-next-generation-xbox/
[3] Sony Group, Earnings Announcements (offizielle Investor-Relations-Seite) – https://www.sony.com/en/SonyInfo/IR/library/presen/er/
[4] Nintendo, IR-Informationen zu Hardware-/Software-Verkaufszahlen (offiziell) – https://www.nintendo.co.jp/ir/en/finance/hard_soft/index.html
[5] Google, offizieller Blog zur Stadia-Einstellung – https://blog.google/products/stadia/message-on-stadia-streaming-strategy/
Titelbild: KI-gestützt von der Redaktion Gaming-Insider erstellt.
Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.
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