Silent Hill: Townfall in der Test-Rundschau: So bewerten die Kritiker den Schottland-Horror
Silent Hill: Townfall im Test-Spiegel: Metascore 81, Stimmen von IGN, GameSpot, Eurogamer, VGC und GameStar – Konsens, Kritikpunkte und der Vergleich zu Silent Hill f.
- Silent Hill: Townfall steht bei Metacritic bei 81 Punkten auf PS5 und 80 auf dem PC, OpenCritic führt das Spiel bei 82 Punkten.
- Kritiker loben übereinstimmend Atmosphäre und Weltgestaltung, beim Stealth-Anteil und den Checkpoints gehen die Urteile deutlich auseinander.
- Damit liegt der Ableger knapp hinter Silent Hill f und dem Silent Hill 2 Remake, gilt aber als gelungene Fortsetzung des Marken-Comebacks.
Drei Tage nach dem Release am 24. September 2026 liegt zu Silent Hill: Townfall eine breite Testbasis vor: Über 70 Kritiken sind allein bei Metacritic erfasst, dazu kommen deutschsprachige Tests von GameStar, GamePro und 4P.de. Diese Rundschau fasst zusammen, wer wie gewertet hat, wo sich die Kritiker einig sind und an welchen Punkten die Urteile auseinandergehen.
Vorab der wichtigste Hinweis: Wir haben Silent Hill: Townfall nicht selbst getestet und vergeben keine eigene Wertung. Dieser Artikel aggregiert und ordnet ausschließlich die Wertungen und Aussagen der genannten Fachmedien und Aggregatoren ein — jede Bewertung ist ihrer Quelle klar zugeordnet.
Silent Hill: Townfall im Überblick — die Fakten zum Spiel
Silent Hill: Townfall ist am 24. September 2026 für PlayStation 5 und PC erschienen. Entwickelt wurde der Ableger von Screen Burn Interactive — dem schottischen Studio, das bis zu seiner Umbenennung 2025 als No Code firmierte —, veröffentlicht wird er von Konami in Zusammenarbeit mit Annapurna Interactive.[1] Schauplatz ist St. Amelia, eine mysteriös verlassene Insel vor der schottischen Küste in den 1990er-Jahren; gespielt wird erstmals in der Seriengeschichte durchgehend in der Egoperspektive, und statt des klassischen Radios dient ein tragbarer Röhrenfernseher namens CRTV als zentrales Werkzeug für Rätsel und Gegner-Ortung.[1]
Wie kontrovers genau dieser Perspektiv- und Konzeptwechsel im Vorfeld diskutiert wurde, haben wir bereits dokumentiert: im Hands-on-Bericht des PlayStation Blogs und im Entwickler-Interview zu Schottland-Setting, CRTV und Egoperspektive. Die Frage, die seit der Ankündigung im Raum stand — trägt das Experiment ein Spiel in voller Länge? — beantworten jetzt die Tests.
Die Wertungen im Überblick — Metacritic und OpenCritic
Bei den Aggregatoren steht Silent Hill: Townfall zum Recherchezeitpunkt (27. September 2026) solide da: Metacritic führt die PS5-Fassung bei einem Metascore von 81 aus 56 Kritiken, die PC-Fassung bei 80 aus 21 Kritiken.[2] OpenCritic listet das Spiel bei einem Kritiker-Durchschnitt von 82 Punkten aus 33 erfassten Reviews.[3]
Zur Einordnung der Methodik: Metacritic gewichtet ausgewählte Publikationen zu einem Metascore und führt separate Seiten je Plattform, OpenCritic bildet einen ungewichteten Schnitt. Beide Werte können sich mit nachgereichten Tests noch verschieben — drei Tage nach Release ist die Basis aber bereits breit genug, um Konsens und Ausreißer belastbar zu erkennen. Die Differenz von einem Punkt zwischen PS5- und PC-Score ist dabei für sich genommen kein Signal; relevanter ist der technische Zustand der PC-Fassung, auf den wir im Kritik-Abschnitt eingehen.
Einzelstimmen der Fachmedien
Die wichtigsten dokumentierten Wertungen im Überblick:
| Magazin | Wertung | Kernaussage |
|---|---|---|
| IGN | 8/10 | „Wie die Infusionsnadel, die dauerhaft im Handgelenk des Helden steckt, verpasst Townfall dieser langlebigen Reihe eine willkommene Frischzellenkur" (übersetzt)[3] |
| GameSpot | 8/10 | „Townfall verkörpert, wie zuvor Silent Hill f, das, was ich am Comeback der Reihe am meisten liebe" (übersetzt)[4] |
| Eurogamer | 4/5 | Das „herausragende Revival" der Reihe gehe weiter; Screen Burn verbinde Stealth, akribisches Weltdesign und eine Prise Sozialrealismus zu einem anderen Survival-Horror (übersetzt)[3] |
| VGC | positiv mit Einschränkung | „Herausragender Horror, getrübt von aufreibendem Stealth" (übersetzt, Test-Fazit)[5] |
IGN-Tester Tristan Ogilvie und GameSpot-Autor Mark Delaney gehören damit zu den Stimmen, die Townfall klar im oberen Bereich verorten, während Video Games Chronicle (VGC) das Spiel zwar ebenfalls als herausragenden Horror einstuft, den Stealth-Anteil aber bereits im Fazit als gravierenden Abzugsgrund benennt.[5]
Die deutschsprachigen Stimmen
Auch die deutschen Fachmedien haben ausführlich getestet. GameStar überschreibt seinen Test mit „Townfall ist nicht perfekt — aber schon jetzt einer meiner liebsten Teile" und lobt die Atmosphäre und die cleveren Rätsel, die den Frust in den Schleich-Passagen auffangen.[6] GamePro nennt Townfall im Test-Titel „das nächste Horror-Highlight des Jahres — nicht nur wegen der schaurig-schönen Grafik".[7] Und 4P.de fasst sein Urteil als „starken Horror-Hit" zusammen, benennt aber ebenfalls einen deutlichen Frust-Faktor — „einen Aspekt hätte ich wirklich nicht gebraucht".[8] Die Tendenz der deutschen Tests deckt sich damit auffällig genau mit der internationalen Lage: klare Empfehlung mit einem wiederkehrenden Vorbehalt.
Wo sich die Kritiker einig sind
Der stabilste Konsens quer durch die Tests betrifft Atmosphäre und Weltgestaltung. Eurogamer hebt das „akribische Weltdesign" hervor,[3] GameStar die Atmosphäre und die Rätsel,[6] GamePro die „schaurig-schöne Grafik",[7] und selbst der in der Stealth-Frage kritische VGC-Test spricht von „herausragendem Horror".[5] Dass ein kleines schottisches Studio mit Analog-Horror-Ästhetik und Röhrenfernseher-Mechanik die Reihe glaubwürdig weiterträgt, wird nirgendwo ernsthaft bestritten.
Der zweite Konsens-Punkt: Townfall wird als gelungene Fortsetzung des Marken-Comebacks gelesen, nicht als Ausrutscher. GameSpot ordnet das Spiel explizit in eine Linie mit Silent Hill f ein,[4] IGN sieht darin insgesamt einen Gewinn für die Reihe.[3] Die im Vorfeld befürchtete Abstrafung des Egoperspektive-Wechsels durch Serien-Traditionalisten findet in den vorliegenden Wertungen nicht statt — kein großes Fachmedium wertet den Titel wegen des Perspektivbruchs ab.
Wo die Kritiker auseinandergehen
Die zentrale Bruchlinie der Rezeption ist der Stealth-Anteil — und zwar bemerkenswert deutlich. Eurogamer zählt die Verbindung aus Stealth und Weltdesign zu den Stärken des Spiels,[3] während VGC denselben Mechanik-Baustein als „aufreibend" („infuriating") einstuft und dafür sichtbar Wertungspunkte abzieht.[5] Auch space4games bringt den Zwiespalt schon im Test-Titel auf den Punkt: „Großartige Atmosphäre, frustrierender Stealth" (übersetzt).[9] GameStar und 4P.de bestätigen den Frust-Befund aus deutscher Sicht, werten ihn aber unterschiedlich schwer.[6][8]
Eng damit verbunden ist die Checkpoint-Setzung: Mehrere Tests kritisieren laut der Wertungsübersicht von TheGamer zu weit auseinanderliegende Speicherpunkte, durch die gescheiterte Schleich-Passagen in längere Wiederholungen münden.[10] Wie schwer das wiegt, hängt erkennbar vom Tester ab — für die einen ist es ein Ärgernis in einem sonst starken Spiel, für andere der Grund, warum Townfall unter den jüngsten Serien-Einträgen zurückbleibt.
Ein dritter Punkt betrifft nur die PC-Fassung: Laut GamingBolt kämpft die PC-Version zum Launch mit technischen Problemen und gemischten Nutzer-Reviews auf Steam; Konami hat demnach bereits einen Patch bestätigt.[11] Wer auf dem PC spielt und empfindlich auf Launch-Technik reagiert, findet in den Tests also ein konkretes Argument fürs Abwarten — die Kritiker-Wertungen selbst fallen für die PC-Fassung mit 80 Punkten aber kaum schlechter aus als auf der PS5.[2]
Einordnung im Vergleich zu Silent Hill f
Der naheliegende Maßstab ist der Vorgänger im Konami-Revival: Silent Hill f erreichte im Herbst 2025 einen Metascore von 85 und ein OpenCritic-Mittel von rund 87 Punkten — die Details haben wir in unserer Test-Rundschau zu Silent Hill f aufgeschlüsselt. Townfall liegt mit 81 beziehungsweise 82 Punkten also messbar darunter, und auch unter dem Silent Hill 2 Remake von 2024, das laut Metacritic aktuell bei einem Metascore von 86 steht (Stand 27. September 2026; der Wert lag zum Launch 2024 zunächst bei 87 und hat sich seither leicht verschoben).[10][12]
Interessant ist aber, wie die Tests diese Differenz einordnen: nicht als Rückschritt, sondern als Preis eines kleineren, experimentelleren Projekts. GameSpot stellt Townfall ausdrücklich in eine Reihe mit f als Beleg dafür, dass das Comeback trägt,[4] und die Kritik konzentriert sich auf einzelne Mechanik-Entscheidungen — nicht auf Konzept, Setting oder die Daseinsberechtigung des Ablegers. Auffällig ist auch die Parallele in der Dissens-Struktur: Bei Silent Hill f stritten die Tests über Kampfsystem und Spieltempo, bei Townfall über Stealth und Checkpoints — die jeweilige Kern-Stärke (dort das Setting, hier die Atmosphäre) stand beide Male nicht zur Debatte. Wie Townfall ins größere Bild der Konami-Comeback-Welle passt, zeigt unser Konami-Revival-Guide zu Silent Hill, Castlevania und Metal Gear.
Was die Tests für die Kaufentscheidung nahelegen
Aus der aggregierten Kritikerlage — ausdrücklich nicht aus einem eigenen Redaktionsurteil — ergibt sich folgendes Bild:
Laut den Tests zugreifen sollten: Fans atmosphärischen Psycho-Horrors, die eine dichte, ungewöhnliche Spielwelt über actionreiche Mechanik stellen — hier sind sich die Tests von IGN über Eurogamer bis GameStar einig.[3][6] Auch Serien-Fans, die dem Egoperspektive-Experiment skeptisch gegenüberstanden, finden in der Testlage Entwarnung: Der Perspektivwechsel wird durchgehend als Gewinn oder zumindest als stimmig beschrieben, nicht als Bruch.
Eher abwarten sollten laut Testlage: Wer wenig Toleranz für Trial-and-Error-Schleichpassagen und sparsame Checkpoints mitbringt, sollte die übereinstimmenden Warnungen von VGC, space4games und 4P.de ernst nehmen.[5][8][9] PC-Spieler mit Anspruch an saubere Launch-Technik haben mit dem von Konami bestätigten Patch zudem einen konkreten Grund, einige Wochen zu warten.[11]
Wer die Konami-Horror-Wiederbelebung weiterverfolgen will, findet die nächsten Schritte in unserem Revival-Guide (siehe oben) — und in unserem wöchentlichen Digest fassen wir neue quellenbasierte Test-Rundschauen wie diese regelmäßig zusammen.
Quellen
[1] Konami (offizielle Mitteilung) – https://www.konami.com/games/eu/en/topics/19146/ [2] Metacritic – Silent Hill: Townfall – https://www.metacritic.com/game/silent-hill-townfall/ [3] OpenCritic – Silent Hill: Townfall (Aggregat und dokumentierte Kritiken) – https://opencritic.com/game/20763/silent-hill-townfall [4] GameSpot (Test) – https://www.gamespot.com/reviews/silent-hill-townfall-completes-the-series-comeback-with-another-great-entry/ [5] Video Games Chronicle (Test) – https://www.videogameschronicle.com/review/silent-hill-townfall/ [6] GameStar (Test) – https://www.gamestar.de/artikel/silent-hill-townfall-test-review,3459721,wertung.html [7] GamePro (Test) – https://www.gamepro.de/artikel/silent-hill-townfall-im-test,3459815.html [8] 4P.de (Test) – https://www.4p.de/test/silent-hill-townfall-im-test-wertung-meinung-fazit-review-starker-horror-happen-mit-frust-faktor/3431930 [9] space4games (Test) – https://space4games.com/en/games-en/silent-hill-townfall-review/ [10] TheGamer (Wertungsübersicht) – https://www.thegamer.com/silent-hill-townfall-review-scores/ [11] GamingBolt (PC-Fassung und Patch-Bestätigung) – https://gamingbolt.com/silent-hill-townfall-comes-out-to-mixed-reviews-on-pc-konami-confirms-patch-is-in-development [12] Metacritic – Silent Hill 2 (Remake, 2024) – https://www.metacritic.com/game/silent-hill-2/
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.
Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.
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TL;DR
- Control Resonant erhält von der Fachpresse Wertungen zwischen 3/5 Sternen (Eurogamer) und 9/10 (GameSpot), bei einem OpenCritic-Schnitt von 84 Punkten.
- Einig sind sich die Tests beim Lob für Weltdesign und Atmosphäre, während Kampfsystem und der neue Schauplatz die Kritiker deutlich spalten.
- Das Spiel erscheint am 24. September 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC; die Redaktion fasst die Testlage zusammen, ohne selbst zu werten.
TL;DR
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