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Tales of Eternia Remastered im Test-Spiegel: Das sagen die Kritiker

OpenCritic 77, Metascore 76: Wir fassen die Testwertungen zu Tales of Eternia Remastered zusammen – Konsens, Dissens und was Kritiker dem Remaster vorwerfen.

Alexander Woitschach 20.10.2026
KI-Kurzfassung
  • Tales of Eternia Remastered erreicht rund eine Woche nach Release einen OpenCritic-Schnitt von 77 Punkten und einen Metascore von 76.
  • Kritiker loben Story und die überarbeitete Lokalisierung, uneins sind sie sich beim Kampfsystem und beim Umfang der technischen Überarbeitung.
  • Der Artikel fasst Wertungen von RPGFan, Noisy Pixel, Push Square und Shacknews quellenbasiert zusammen, ohne eigene Redaktionswertung.
Stand: 20.10.2026

Rund eine Woche nach dem Release von Tales of Eternia Remastered liegt eine ausreichend breite Testbasis vor, um einen Blick auf die Kritikerlage zu lohnen. Vorab zur Transparenz: Dies ist eine quellenbasierte Rundschau. Die Redaktion hat das Remaster nicht selbst getestet und vergibt keine eigene Wertung, sondern aggregiert veröffentlichte Tests und ordnet Konsens und Streuung ein. Jede Wertung und jedes Zitat ist der jeweiligen Quelle zugeordnet.

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Tales of Eternia Remastered im Überblick – worum es geht

Tales of Eternia erschien ursprünglich im November 2000 in Japan für die PlayStation, die englische Fassung folgte 2001 in Nordamerika.[1] Wegen einer Namensverwechslung mit einem anderen Serientitel kam das Spiel im Westen damals unter dem Titel „Tales of Destiny II" auf den Markt – ein echtes „Tales of Destiny 2" als eigenständige Fortsetzung veröffentlichte Namco erst später.[1] Eine erweiterte Fassung erschien 2005 in Japan für die PSP, in Europa und Australien 2006.[1]

Das jetzige Remaster ist Teil des „Tales of"-30th-Anniversary-Remastered-Projekts von Bandai Namco und erschien am 15. Oktober 2026 in Japan beziehungsweise am 16. Oktober 2026 international für PS5, PS4, Xbox Series X|S, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2 und PC über Steam.[2][3] Laut offizieller Ankündigung von Bandai Namco bringt das Remaster einen neuen Grafik- und SFX-Modus mit, zwischen dem sich frei umschalten lässt, dazu Komfortfunktionen wie Zielmarkierungen, die Option, Zufallskämpfe abzuschalten, einen Auto-Kampf-Schnellmodus sowie von Anfang an wählbare höhere Schwierigkeitsgrade.[2] Im Unterschied zu anderen Titeln desselben Remaster-Projekts erhielt Tales of Eternia laut Bandai Namco zudem eine komplett neu übersetzte Lokalisierung inklusive neuer Sprachaufnahmen.[3] Eine Digital-Deluxe-Edition mit digitalem Artbook, Soundtrack und Item-DLC ist ebenfalls erhältlich.[2]

Damit reiht sich das Remaster in ein wachsendes Feld an JRPG-Neuauflagen ein – etwa Dragon Quest XI S Definitive Edition, Octopath Traveler 1&2 oder die Kingdom Hearts Collection, die alle für aktuelle Plattformen aufbereitet wurden.

Zwei Reisende stehen am Rand einer Klippe und blicken auf eine weite Fantasy-Landschaft mit schwebenden Inseln

Die Wertungen im Vergleich

Auf OpenCritic liegt Tales of Eternia Remastered bei einem Durchschnitt von 77 Punkten aus 16 gewerteten Kritiken, was der Einstufung „Strong" entspricht – das Spiel rangiert damit im oberen Drittel aller auf der Plattform gelisteten Titel, 69 Prozent der Kritiker sprechen eine Empfehlung aus.[4] Metacritic weist auf Basis derselben Kritikerzahl einen Metascore von 76 aus.[5] Beide Werte liegen damit über der ursprünglich kommunizierten Ausgangszahl von 74 Punkten („Fair") – ein Hinweis darauf, dass sich Aggregat-Werte in den Tagen nach Release durch neu eintreffende Tests noch verschieben, bis sich eine stabilere Testbasis gebildet hat.

Die Einzelwertungen zeigen eine deutliche Streuung:

Magazin Wertung Kernaussage
RPGFan 88/100 Sieht im Remaster „die definitive Version für Neueinsteiger", sofern diese einzelne veraltete Spielmechaniken verzeihen.[6]
Noisy Pixel 8,5/10 Lobt das 2D-Kampfsystem als nach wie vor überzeugend umgesetzt.[7]
DualShockers 8/10 Ordnet das Remaster als Fall ein, bei dem Nostalgie „in beide Richtungen wirkt".[8]
Push Square 7/10 Attestiert starken Charakteren und Story zeitlose Qualität, sieht beim Kampfsystem aber spürbare Alterserscheinungen.[9]
Shacknews 50/100 Deutlich negativste Stimme im Testfeld: Das Remaster „hätte etwas Besonderes sein können", sei stattdessen aber „nur eine weitere ärgerliche Enttäuschung".[10]

Zur Einordnung der Methodik: OpenCritic bildet einen ungewichteten Durchschnitt aller gelisteten Kritiken ab, Metacritic gewichtet die Wertungen einzelner Publikationen unterschiedlich stark – kleine Abweichungen zwischen beiden Aggregaten sind deshalb normal. Die Spannweite von 50 bis 88 Punkten zeigt hier aber mehr als die übliche Methodik-Differenz: Sie macht deutlich, dass die Kritikerlage bei diesem Remaster alles andere als einheitlich ist.

Wo sich die Kritiker einig sind

Trotz der Punktspanne ziehen mehrere Tests denselben Schluss zur erzählerischen Seite des Spiels: Story und Charaktere des über 25 Jahre alten Originals funktionieren laut den Kritikern auch heute noch. Push Square schreibt, die „emotionalen Charaktere und die Story in Tales of Eternia" hielten der Zeit stand und wirkten dank der überarbeiteten Lokalisierung „besser als je zuvor".[9] RPGFan bestätigt diesen Punkt aus einer anderen Perspektive und empfiehlt das Remaster explizit Neueinsteigern, die die Serie noch nicht kennen.[6]

Auch bei der neuen Lokalisierung gibt es über die Tests hinweg kaum Widerspruch: Dass Bandai Namco für dieses Remaster – anders als bei anderen Titeln des Anniversary-Projekts – eine komplett neue Übersetzung samt neuer Sprachaufnahmen angefertigt hat, wird in den Reviews durchgehend als eigenständige Verbesserung gegenüber der PSP-Fassung gewertet und nicht als bloße technische Politur abgetan.

Wo die Kritiker auseinandergehen

Der zentrale Streitpunkt ist das Kampfsystem und damit verbunden die Frage, wie viel substanzielle Überarbeitung das Remaster tatsächlich bietet. Noisy Pixel bezeichnet die 2D-Kämpfe als nach wie vor „erhaben" und sieht hier eine der großen Stärken des Spiels.[7] Push Square kommt zu einer vorsichtigeren Einschätzung: Das Kampfsystem könne „nicht ganz Schritt halten" mit heutigen Standards, werde aber durch die neuen Zugänglichkeits-Optionen deutlich erträglicher gemacht.[9]

Am deutlichsten weicht Shacknews vom Rest des Testfelds ab. Die Kritik dort richtet sich weniger gegen einzelne Mechaniken als gegen den Gesamteindruck, dass Bandai Namco bei einem weiteren Remaster seiner langen „Tales of"-Neuauflagen-Reihe eine Chance auf eine wirklich substanzielle Überarbeitung ungenutzt gelassen habe.[10] Diese Einschätzung deckt sich mit der ursprünglichen „Fair"-Tendenz des Aggregats zum Launch-Zeitpunkt, wird vom Gesamtbild der inzwischen eingetroffenen Tests aber nicht mehrheitlich getragen – die Mehrzahl der Kritiken siedelt sich spürbar oberhalb von Shacknews' 50 Punkten an.

Figuren in einem rundenbasierten Kampf auf einer offenen Feldlandschaft mit Zauber-Effekten

Einordnung für die Kaufentscheidung

Fasst man die Kritikerlage zusammen – ausdrücklich als Aggregat, nicht als Redaktionsurteil –, lässt sich festhalten:

  • Laut Tests zugreifen können: Serien-Fans, die das Original oder die PSP-Fassung bereits kennen und die neue Lokalisierung sowie die Komfortfunktionen als eigenständigen Mehrwert sehen, sowie JRPG-Neueinsteiger, denen RPGFan das Remaster ausdrücklich als Einstiegspunkt empfiehlt.[6] Der OpenCritic-Schnitt von 77 Punkten und die „Strong"-Einstufung stützen diese Einschätzung.[4]
  • Laut Tests eher abwarten sollten: Spieler, die primär eine grundlegend modernisierte Kampf- und Spielmechanik erwarten statt einer in erster Linie visuellen und sprachlichen Überarbeitung – genau hier liegt laut Shacknews die größte Schwäche des Remasters.[10]

Im Vergleich zu anderen JRPG-Neuauflagen der laufenden Saison bewegt sich Tales of Eternia Remastered mit seinem „Strong"-Tier im soliden Mittelfeld. Wer einen Überblick über das breitere Remaster-Feld sucht, findet entsprechende Einordnungen in unserer Berichterstattung zu Dragon Quest XI S Definitive Edition, Kingdom Hearts Collection und Octopath Traveler 1&2 auf der Nintendo Switch 2 sowie in unserer Test-Rundschau zu Hollow Knight: Silksong, die zeigt, wie unterschiedlich Kritikerlager bei stark erwarteten Titeln ausfallen können.

Wer solche quellenbasierten Test-Rundschauen künftig nicht verpassen möchte: Unser wöchentlicher Digest-Newsletter fasst die wichtigsten Artikel der Woche kompakt zusammen.

Quellen

[1] Wikipedia – Tales of Eternia – https://en.wikipedia.org/wiki/Tales_of_Eternia [2] Bandai Namco Entertainment – Discover a World Bound by Eternity in Tales of Eternia Remastered Coming This October – https://www.bandainamcoent.com/news/tales-of-eternia-remastered-coming-this-october-2026 [3] Bandai Namco Entertainment Europe – Everything New in Tales of Eternia Remastered, Coming October 16 – https://en.bandainamcoent.eu/tales-of/news/everything-new-tales-of-eternia-remastered-coming-october-16 [4] OpenCritic – Tales of Eternia Remastered – https://opencritic.com/game/21435/tales-of-eternia-remastered [5] Metacritic – Tales of Eternia Remastered – https://www.metacritic.com/game/tales-of-eternia-remastered/ [6] RPGFan – Tales of Eternia Remastered Review – https://www.rpgfan.com/review/tales-of-eternia-remastered/ [7] Noisy Pixel – Tales of Eternia Remastered Review: Sublime 2D Combat Revives A Classic – https://noisypixel.net/tales-of-eternia-remastered-review/ [8] DualShockers – Tales of Eternia Remastered Review: Nostalgia Cuts Both Ways – https://www.dualshockers.com/tales-of-eternia-remastered-review/ [9] Push Square – Review: Tales of Eternia Remastered (PS5) – Classic PlayStation RPG Shows Its Age – https://www.pushsquare.com/reviews/ps5/tales-of-eternia-remastered [10] Shacknews – Tales of Eternia Remastered review: We should do better – https://www.shacknews.com/article/151003/tales-of-eternia-remastered-review-score

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.

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Über den Autor Alexander Woitschach

Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.

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