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Silent Hill f in der Test-Rundschau: So bewerten die Kritiker Konamis Japan-Horror

Silent Hill f im Test-Spiegel: Wertungen von IGN, GameSpot, Eurogamer und Famitsu im Vergleich, plus OpenCritic- und Metacritic-Einordnung zum Serien-Neustart.

Alexander Woitschach 14.08.2026
KI-Kurzfassung
  • Silent Hill f erreicht bei Metacritic einen Metascore von 85 und gehört damit zu den bestbewerteten Teilen der Reihe.
  • Kritiker loben vor allem Atmosphäre und das japanische 1960er-Jahre-Setting, beim Kampfsystem und Spieltempo gehen die Meinungen auseinander.
  • Famitsu vergibt mit 36 von 40 Punkten die höchste Wertung, die das Magazin je einem Silent-Hill-Spiel gegeben hat.
Stand: 14.08.2026

Silent Hill f ist der erste komplett neue Hauptteil der Konami-Horror-Reihe seit über einem Jahrzehnt — und zugleich der erste, der die namensgebende US-Kleinstadt hinter sich lässt. Statt Nebelbänken über amerikanischen Vorstadtstraßen gibt es eine fiktive japanische Provinzstadt der 1960er-Jahre. Ein neues Studio, ein neues Setting, eine traditionsreiche Marke: beste Voraussetzungen für eine kontroverse Kritikerlage. Dieser Artikel fasst zusammen, wer wie gewertet hat, wo der Konsens liegt und wo sich die Tests widersprechen.

Vorab der wichtigste Hinweis: Wir haben Silent Hill f nicht selbst getestet und vergeben keine eigene Wertung. Diese Rundschau aggregiert und ordnet ausschließlich die Wertungen und Aussagen der genannten Fachmedien und Aggregatoren ein — jede Bewertung ist ihrer Quelle klar zugeordnet.

Silent Hill f im Überblick — die Fakten zum Spiel

Silent Hill f ist am 25. September 2025 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erschienen. Entwickelt wurde das Spiel von NeoBards Entertainment, Publisher ist Konami.[1] Käufer der Digital Deluxe Edition konnten bereits ab dem 23. September 2025 spielen, zwei Tage vor dem regulären Start.[2]

Inhaltlich wagt die Reihe ihren bislang größten Ortswechsel: Schauplatz ist Ebisugaoka, eine fiktive japanische Provinzstadt in den 1960er-Jahren. Im Zentrum steht mit Hinako Shimizu eine neue Protagonistin, deren Alltag von einem unheimlichen Nebel und grotesken Verwandlungen ihrer Heimatstadt zerrissen wird.[1] Mehr Setting-Details sparen wir hier bewusst aus — für die Einordnung der Kritikerstimmen reicht der Kontext, dass Silent Hill f keine Fortsetzung im klassischen Sinn ist, sondern eine bewusste Neuausrichtung.

Nebelverhangene Straße einer alten japanischen Kleinstadt mit Holzhäusern, überwuchert von leuchtend roten Blütenranken, düstere unheimliche Abendstimmung

Wie sehr Konami die Marke derzeit insgesamt wiederbelebt, haben wir bereits an anderer Stelle beleuchtet: Im Interview-Artikel zu Silent Hill: Townfall erklären die Entwickler des nächsten Reihen-Projekts ihren ebenfalls ungewöhnlichen Setting-Ansatz. Silent Hill f ist der erste Härtetest dafür, ob diese Experimentierfreude bei den Kritikern verfängt.

Die Wertungen im Vergleich

Das Testecho fiel nach dem Fall des Embargos am 22. September 2025 überwiegend positiv aus.[3] Hier die wichtigsten Wertungen im Überblick:

Magazin Wertung Kernaussage
GameSpot 9/10 „Nicht nur eine Rückkehr zu alter Form, sondern eine bemerkenswerte Weiterentwicklung" (übersetzt)[4]
Famitsu 36/40 Höchste Famitsu-Wertung der Seriengeschichte; Lob für Optik und überraschend mitreißende Kämpfe[5][6]
Eurogamer 4/5 Frustrierende erste Hälfte, die von einer „brillanten, fiebrigen" zweiten Hälfte mehr als aufgewogen wird (übersetzt)[7]
IGN 7/10 Eine der zurückhaltendsten Wertungen unter den großen Fachmedien, deutlich unter dem Aggregator-Schnitt[7][8]

Bei den Aggregatoren ergibt sich folgendes Bild: Auf Metacritic steht Silent Hill f zum Recherchezeitpunkt bei einem Metascore von 85 (ursprünglich bei 86 gestartet, mit nachgereichten Tests leicht auf 85 korrigiert).[7] OpenCritic führt das Spiel mit dem Prädikat „Mighty", einem Kritiker-Durchschnitt von rund 87 Punkten und einer Empfehlungsquote von 88 Prozent der erfassten Rezensenten.[8] Zur Einordnung der Methodik: Metacritic gewichtet ausgewählte Publikationen zu einem Metascore, OpenCritic bildet einen ungewichteten Schnitt und weist zusätzlich aus, wie viele Kritiker das Spiel aktiv empfehlen. Beide Werte können sich mit nachgereichten Tests noch leicht verschieben; Metacritic führt zudem separate Seiten je Plattform, deren Scores geringfügig voneinander abweichen können.

Damit liegt Silent Hill f nur knapp unter dem von Kritikern gefeierten Silent Hill 2 Remake aus dem Jahr 2024 — eine Einordnung, die OpenCritic selbst in einer Auswertung der Launch-Reviews vornahm.[3]

Wo sich die Kritiker einig sind

Der auffälligste Konsens: Die Neuausrichtung wird nicht als Traditionsbruch abgestraft, sondern überwiegend als Gewinn gelesen. GameSpot spricht in seinem 9/10-Test explizit von einer „bemerkenswerten Weiterentwicklung" der Reihe statt bloßer Formwiederherstellung.[4] Auch die japanische Perspektive fällt bemerkenswert deutlich aus: Famitsu vergab mit 36 von 40 Punkten (viermal die 9) die höchste Wertung, die das Magazin je einem Silent-Hill-Spiel gegeben hat — die Originale von 1999 und 2001 lagen bei 34, das Silent Hill 2 Remake bei 35 Punkten.[5]

Wiederkehrende Lob-Punkte quer durch die Tests sind die audiovisuelle Umsetzung des japanischen Settings und die dichte Atmosphäre. Famitsu hebt laut übereinstimmenden Berichten die visuelle Schönheit des Spiels hervor und nennt eine durchschnittliche Spielzeit von rund 12 bis 13 Stunden für den ersten Durchgang.[6] Selbst der vergleichsweise kritische IGN-Test reiht sich mit 7/10 noch im positiven Bereich ein — eine tief gespaltene Kritikerlandschaft, wie sie bei Reihen-Neustarts häufig vorkommt, gibt es bei Silent Hill f nicht.[8]

Rote Higanbana-Blüten auf einem nebligen Feldweg vor traditionellen Holzgebäuden, bedrohliche Schatten im Hintergrund, kinoreife Horror-Lichtstimmung

Wo die Kritiker auseinandergehen

Ganz ohne Dissens kommt die Rundschau trotzdem nicht aus — an drei Stellen gehen die Meinungen erkennbar auseinander:

Spieltempo und erste Spielhälfte: Eurogamer beschreibt die erste Hälfte des Spiels offen als frustrierend und wertet sie als zähen Einstieg, der erst von einer „brillanten, fiebrigen" zweiten Hälfte aufgewogen wird — die 4/5-Wertung fällt also trotz, nicht wegen des Spielbeginns so hoch aus.[7] Andere Tests wie der von GameSpot tragen diese Einschränkung nicht mit und werten durchgehend hoch.[4]

Das Kampfsystem: Interessant ist hier der Blick nach Japan. Famitsu lobt die Kämpfe ausdrücklich als überraschend mitreißend[6] — bemerkenswert für eine Reihe, deren Kampfsysteme historisch eher als notwendiges Übel galten. Die Streuung zwischen IGNs 7/10 und GameSpots 9/10 zeigt allerdings, dass die westlichen Fachmedien den Gesamteindruck unterschiedlich gewichten.[7][8]

Die Fallhöhe zum Serien-Erbe: Während Famitsu und GameSpot Silent Hill f auf oder über dem Niveau der Serienklassiker sehen, bleibt die IGN-Wertung spürbar unter dem Aggregator-Schnitt von 85 bis 87 Punkten.[7][8] Ob der Abstand zur namensgebenden Stadt als mutige Emanzipation oder als Verlust der Kernidentität gelesen wird, bleibt die zentrale Bruchlinie der Rezeption — wobei die Mehrheit der erfassten Tests klar zur ersten Lesart tendiert.[3]

Solche Wertungsstreuungen sind bei großen Releases übrigens eher Regel als Ausnahme: Wie unterschiedlich Fachmedien denselben Titel gewichten können, zeigen auch unsere Rundschauen zu Gears of War: Reloaded und Ghost of Yotei.

Einordnung für die Kaufentscheidung — was die Tests nahelegen

Aus der aggregierten Kritikerlage — ausdrücklich nicht aus einem eigenen Redaktionsurteil — lässt sich folgendes Bild ableiten:

Laut den Tests zugreifen sollten: Fans psychologischen Horrors, die eine dichte Atmosphäre über reine Schock-Momente stellen, sowie Spielerinnen und Spieler mit Faible für japanische Horror-Ästhetik. Auch Serien-Fans, die dem Setting-Wechsel offen gegenüberstehen, finden laut Metacritic- und OpenCritic-Lage einen der bestbewerteten Teile der Reihen-Geschichte vor.[7][8]

Eher abwarten sollten laut Testlage: Wer primär die klassische Nebelstadt-Ikonografie und das vertraute US-Kleinstadt-Szenario erwartet, bekommt hier bewusst etwas anderes. Und wer wenig Geduld für einen langsamen Aufbau mitbringt, sollte Eurogamers Warnung vor der zähen ersten Spielhälfte ernst nehmen.[7]

Ein Hinweis zur Einstufung: Silent Hill f behandelt — wie die ausführliche Inhaltswarnung der US-Alterseinstufungsbehörde ESRB dokumentiert — explizit schwere Themen wie Gewalt und psychische Belastung.[9] Das ist für die Reihe nicht ungewöhnlich, gehört aber zu einer informierten Kaufentscheidung dazu.

Wer die Konami-Horror-Wiederbelebung weiterverfolgen will, findet den nächsten Schritt der Reihe in unserem Artikel zu Silent Hill: Townfall (siehe oben) — und wer keine unserer quellenbasierten Test-Rundschauen verpassen möchte, kann unseren wöchentlichen Newsletter abonnieren.

Quellen

[1] Konami Newsroom (offiziell) – https://www.konami.com/games/eu/en/topics/18698/ [2] GameSpot (Release-Zeiten und Early Access) – https://www.gamespot.com/articles/silent-hill-f-release-times-revealed-including-early-access-date/1100-6534924/ [3] OpenCritic News (Launch-Review-Auswertung) – https://opencritic.com/news/21562/early-silent-hill-f-reviews-nearly-as-good-as-silent-hill-2-remake-scores [4] GameSpot (Test) – https://www.gamespot.com/reviews/silent-hill-f-review-spirited-away/1900-6418411/ [5] Push Square (Bericht zur Famitsu-Wertung) – https://www.pushsquare.com/news/2025/09/the-first-silent-hill-f-review-score-is-now-live [6] PCGamesN (Bericht zur Famitsu-Wertung) – https://www.pcgamesn.com/silent-hill-f/famitsu-review [7] Metacritic – Silent Hill f (Metascore und Kritiker-Auszüge) – https://www.metacritic.com/game/silent-hill-f/ [8] OpenCritic – Silent Hill f (Aggregator-Seite) – https://opencritic.com/game/18785/silent-hill-f [9] TechRadar (ESRB-Inhaltswarnung) – https://www.techradar.com/gaming/silent-hill-fs-content-warning-has-been-detailed-by-the-esrb-and-its-not-exactly-what-id-call-light-reading

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.

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Über den Autor Alexander Woitschach

Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.

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