Final Fantasy Resonance in der Test-Rundschau: Wertungen, Konsens und der Streit um die Story
Final Fantasy Resonance in der Test-Rundschau: Metacritic- und OpenCritic-Stand, Stimmen von Eurogamer bis GameStar — und warum die Story-Wertungen so weit auseinanderliegen.
- Final Fantasy Resonance steht Anfang November 2026 bei einem Metascore von 86 und 85 Punkten auf OpenCritic; rund 90 Prozent der Kritiker empfehlen das Spiel.
- Einig sind sich die Tests beim rundenbasierten Kampfsystem und der HD-2D-Präsentation; GameStar vergibt 78 Punkte, PC Games 8,5 von 10.
- Bei der Story gehen die Urteile auseinander: Eurogamer und VGC kritisieren Schreibe und Pacing, Game Informer und DualShockers loben Herz und Charaktere.
Gut anderthalb Wochen nach dem Release vom 22. Oktober 2026 liegt für FINAL FANTASY RESONANCE eine breite Testabdeckung vor — Zeit für die Rundschau. Eine Vorbemerkung: Dieser Artikel ist eine quellenbasierte Aggregation. Die Redaktion fasst zusammen und ordnet ein, was Metacritic, OpenCritic und einzelne Fachmedien sagen — eine eigene Wertung vergeben wir nicht, denn wir haben das Spiel nicht selbst getestet. Jede Wertung und jedes Zitat in diesem Text gehört dem jeweils genannten Medium. Spannend ist die Lage vor allem deshalb, weil sich die Kritik beim Gesamtpaket weitgehend einig ist, bei der Story aber Wertungen von 3/5 bis 10/10 nebeneinanderstehen.
FINAL FANTASY RESONANCE im Überblick
Die Eckdaten: FINAL FANTASY RESONANCE ist am 22. Oktober 2026 für PC (Steam), PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch und Switch 2 erschienen, Publisher ist Square Enix, entwickelt wurde der Titel gemeinsam mit dem Studio LANCARSE.[1][2] Es handelt sich um ein klassisch rundenbasiertes JRPG im HD-2D-Stil — der erste Einsatz dieser Optik innerhalb der Final-Fantasy-Marke — und inhaltlich um eine Neuerzählung der ersten Staffel des Mobile-Titels Final Fantasy Brave Exvius als vollwertiges Konsolen- und PC-Rollenspiel.[2] Dieser Mobile-Ursprung spielt später noch eine Rolle, denn er taucht in mehreren Tests als Erklärung für die Story-Kritik auf.
Wie der Titel überhaupt angekündigt wurde und was der erste Trailer zeigte, haben wir bereits in unserem Artikel zum Tokyo-Game-Show-Trailer aufgeschlüsselt — hier geht es ausschließlich um die Frage, wie die Fachpresse das fertige Spiel bewertet.
Die Wertungen im Überblick — Metacritic & OpenCritic
Zunächst die Aggregat-Lage, mit der üblichen Einschränkung: Aggregator-Werte sind Momentaufnahmen und verschieben sich, solange Tests nachgereicht werden. Metacritic führt FINAL FANTASY RESONANCE nicht als einen plattformübergreifenden Gesamtwert, sondern je Plattform getrennt: Anfang November 2026 stehen PS5 und Xbox Series X|S bei einem Metascore von 86, die PC-Fassung liegt bei 83, Nintendo Switch 2 bei 82.[3] Bereits unmittelbar vor dem Launch lag der zuerst verfügbare Wert bei 85 — die nachgereichten Tests haben das Bild seitdem je Plattform nur leicht verschoben.[4]
Auf OpenCritic führt das Spiel einen plattformübergreifenden Kritiker-Durchschnitt von 85 Punkten, rund 90 Prozent der dort erfassten Kritiker:innen sprechen eine Empfehlung aus.[5]
| Aggregator | Wert (Stand: Anfang November 2026) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Metacritic | PS5/Xbox Series X|S: 86, PC: 83, Switch 2: 82 | kein Gesamtwert, Score je Plattform getrennt geführt; eigener Launch-Wert lag bereits bei 85[3][4] |
| OpenCritic | 85, ca. 90 % Empfehlungsquote | separater, plattformübergreifender Aggregator, über 100 erfasste Kritiken[5] |
Damit bewegt sich Resonance in dem Bereich, der gemeinhin als „generally favorable" gilt — ein klarer kritischer Erfolg, aber eben einer mit einem auffälligen Riss, der in den Durchschnittswerten unsichtbar bleibt.
Einzelstimmen der Fachmedien
Die wichtigsten Einzelwertungen im Überblick, jeweils mit Kernaussage:
| Medium | Wertung | Kernaussage |
|---|---|---|
| Game Informer | 9/10 | „easy to recommend", Review-Titel: „On Its Own Wavelength"[6] |
| DualShockers | 10/10 | „The Classic Formula Perfected" — klassische JRPG-Formel in Bestform[7] |
| PC Games | 8,5/10 | „Ein herrlich altmodisches Abenteuer mit ganz viel Herz"[8] |
| 4Players | 8,0/10 | solide Empfehlung laut deutschem Testvergleich[9] |
| GameStar | 78/100 | „Ein Liebesbrief an traditionelle Rollenspiele, den nicht jeder verstehen wird"[10] |
| Eurogamer | 3/5 | starke Kampfmechanik, „it's just a shame about all the actual writing"[11] |
| VGC | 3/5 | unterhaltsam, aber nicht essenziell; vorhersehbare Story, Nebenfiguren bleiben blass[12][15] |
Die deutschsprachige Presse liegt damit geschlossen im guten bis sehr guten Bereich: PC Games feiert das Spiel als altmodisches Abenteuer mit Herz,[8] die GameStar ordnet es mit 78 Punkten als gelungenen, aber bewusst traditionellen Titel ein, der nicht jede Zielgruppe abholt.[10] GamesRadar hebt laut OpenCritic-Übersicht das packende Rundenkampfsystem, die HD-2D-Optik und den liebevollen Umgang mit dem Serien-Erbe hervor.[5]
Wo sich die Kritiker einig sind
Quer durch alle Lager — auch bei den kritischeren Stimmen — wiederholen sich zwei Lobpunkte. Erstens das Kampfsystem: Ausgerechnet Eurogamer, eine der niedrigsten Wertungen überhaupt, nennt Resonance „ein fantastisches Beispiel dafür, wie man Kampfmechaniken für ein vollwertiges Rollenspiel neu schreibt".[11] Wenn selbst der schärfste Kritiker das Herzstück lobt, erklärt das die hohe Empfehlungsquote von rund 90 Prozent auf OpenCritic.[5]
Zweitens die Präsentation: Die HD-2D-Optik wird in den Tests durchgehend positiv besprochen — von GamesRadars Lob für die „wunderschönen" HD-2D-Visuals[5] bis zur PC-Games-Wertung, die die Pixel-Optik explizit als Stärke des Gesamtpakets führt.[8] Auch der Umfang spricht für das Spiel: play3 veröffentlichte bereits vor dem offiziellen Release einen ersten Test und bescheinigte dem Rollenspiel darin eine Spielzeit von bis zu 70 Stunden.[13]
Der Streitpunkt Story — warum die Wertungen von 3/5 bis 10/10 reichen
Jetzt zum eigentlichen Kern dieser Rundschau. Beim Blick auf die Einzelwertungen fällt auf: Die Gesamt-Scores streuen deutlich stärker als bei den Metascores von 82 bis 86 oder den 85 Punkten auf OpenCritic zu erwarten wäre — und fast die gesamte Streuung lässt sich auf einen einzigen Punkt zurückführen, die Geschichte.
Die kritische Seite: Eurogamer vergibt 3/5 und bringt die eigene Position in einem Satz auf den Punkt: ein fantastisches Beispiel für neu gedachte Kampfmechaniken — „it's just a shame about all the actual writing" („schade nur um das eigentliche Geschriebene").[11] Im Test bemängelt die Redaktion, dass die Story lange nicht in Gang kommt und Pacing-Probleme den Reiz des Abenteuers untergraben.[11] VGC kommt ebenfalls auf 3/5 und argumentiert ähnlich: ein unterhaltsames, nostalgisches JRPG, das aber als derivativ beschrieben wird — eine vorhersehbare Story, eine ins Abseits gedrängte Nebenfigur-Besetzung und wenig mitreißende Nebenquests.[12][15] Die Review-Rundschau von GameDaily fasst diese Lesart im Titel zusammen: Resonance mache aus Brave Exvius einen Kritikererfolg, „aber die Story geht auf Nummer sicher".[14]
Die begeisterte Seite: DualShockers vergibt die Höchstwertung 10/10 und sieht in Resonance die klassische Final-Fantasy-Formel perfektioniert — ausdrücklich inklusive der Erzählung, der das Medium viel Herz über Storytelling, Figuren und Präsentation hinweg attestiert; die Charaktere bekämen jeweils ihren verdienten Moment im Rampenlicht.[7] Game Informer liegt mit 9/10 knapp darunter und erklärt das Spiel für „leicht zu empfehlen" — der Review-Titel „On Its Own Wavelength" deutet schon an, dass das Spiel hier gerade wegen seines eigenen, bewusst klassischen Tons funktioniert.[6]
Woher kommt die Diskrepanz? Die Tests selbst liefern zwei Erklärungsansätze. Erstens die Vorlage: Resonance erzählt eine Geschichte nach, die ursprünglich für ein Mobile-Game geschrieben wurde — wer sie wie VGC an aktuellen Genre-Maßstäben misst, stößt sich an Tropen und Vorhersehbarkeit;[12][15] wer sie wie DualShockers als bewusste Hommage an klassische JRPG-Erzählungen liest, empfindet genau das als Stärke.[7] Zweitens die Erwartungshaltung an die Serie, die die GameStar schon im Testtitel benennt: ein „Liebesbrief an traditionelle Rollenspiele, den nicht jeder verstehen wird".[10] Die Wertung hängt also weniger davon ab, was im Spiel steckt — da sind sich die Tests weitgehend einig —, sondern davon, woran der jeweilige Tester es misst. Wer von beiden Seiten „recht hat", entscheidet diese Rundschau ausdrücklich nicht.
Weitere Dissens-Punkte jenseits der Story
Ganz allein steht die Story als Streitpunkt nicht. Eurogamer kritisiert neben dem Schreibstil auch ein stellenweise nerviges Dungeon-Design[11] — ein Punkt, den die hoch wertenden Tests nicht teilen. Und VGC wirft eine Positionierungsfrage auf, die über das Spiel selbst hinausgeht: Trotz Spielspaß und Nostalgie-Faktor bleibe der Titel in Teilen seiner Nebenquests und seiner Nebenfigur-Besetzung derivativ und wenig eigenständig.[12][15] Die GameStar-Einschränkung „den nicht jeder verstehen wird" zielt in eine ähnliche Richtung: Der konsequent altmodische Zuschnitt ist je nach Test Feature oder Hürde.[10] Zu Plattform-Unterschieden bei Performance oder Wertung machen die uns vorliegenden Tests dagegen keine belastbaren vergleichenden Aussagen — hier lässt sich aus der aktuellen Testlage kein Dissens ableiten.
Einordnung für die Kaufentscheidung
Fasst man die Kritikerlage zusammen — ausdrücklich als Aggregat, nicht als Redaktionsurteil —, ergibt sich ein klares Bild: Zugreifen sollten laut den Tests alle, die ein klassisches, rundenbasiertes JRPG mit herausragendem Kampfsystem, schicker HD-2D-Optik und üppigem Umfang suchen und bei der Erzählung mit vertrauten Genre-Bahnen leben können — dafür stehen die 9/10 von Game Informer, die 10/10 von DualShockers und die geschlossene Empfehlung der deutschen Presse.[6][7][8][10] Differenzieren sollten laut Eurogamer und VGC dagegen Spieler:innen, für die eine stringente, überraschende Story das wichtigste Kaufargument ist — genau dort sehen beide Tests die zentrale Schwäche.[11][12][15]
Wer nach einem rundenbasierten Rollenspiel mit modernerem erzählerischen Zuschnitt sucht, findet in unserem Einsteiger-Guide zu Metaphor: ReFantazio eine Alternative aus dem gleichen Genre-Umfeld. Und wer tiefer ins Final-Fantasy-Cluster einsteigen will: Unsere Artikel zu FF7 Revelation samt Wutai-Gameplay und Story-DLCs und zur Evercold-Ankündigung vom FFXIV-Fan-Fest in Berlin zeigen, was bei Square Enix sonst gerade passiert. Test-Rundschauen wie diese und die wichtigsten Gaming-News fassen wir außerdem wöchentlich kompakt im Newsletter zusammen.
Quellen
[1] Steam – FINAL FANTASY RESONANCE – https://store.steampowered.com/app/3259780/FINAL_FANTASY_RESONANCE/ [2] Insider Gaming – Final Fantasy Resonance Complete FAQ (Release, Plattformen) – https://insider-gaming.com/final-fantasy-resonance-faq-release/ [3] Metacritic – Final Fantasy Resonance – https://www.metacritic.com/game/final-fantasy-resonance/ [4] HappyGamer – Final Fantasy Resonance Hits 85 on Metacritic Ahead of Launch – https://happygamer.com/final-fantasy-resonance-review-scores-metacritic-85-169177/ [5] OpenCritic – Final Fantasy Resonance (Score, Empfehlungsquote, Review-Liste) – https://opencritic.com/game/20820/final-fantasy-resonance [6] Game Informer – Final Fantasy Resonance Review: On Its Own Wavelength – https://gameinformer.com/review/final-fantasy-resonance/on-its-own-wavelength [7] DualShockers – Final Fantasy Resonance Review: The Classic Formula Perfected – https://www.dualshockers.com/final-fantasy-resonance-review/ [8] PC Games – Final Fantasy Resonance im Test – https://www.pcgames.de/Final-Fantasy-Resonance-Spiel-78908/Tests/Review-Meinung-Gameplay-Fazit-Pixel-Optik-Story-Technik-Release-Switch-PC-PS5-Xbox-1557161/ [9] GamersGlobal – Final Fantasy Resonance: Testvergleich deutscher Magazine – https://www.gamersglobal.de/news/354740/final-fantasy-resonance-testvergleich-deutscher-magazine-67 [10] GameStar – Final Fantasy Resonance im Test – https://www.gamestar.de/artikel/final-fantasy-resonance-test,3461540.html [11] Eurogamer (Dom Peppiatt) – Final Fantasy Resonance Review (Wertung und Zitat via offiziellem Eurogamer-Kanal, keine separat auffindbare eurogamer.net-Review-URL zum Redaktionszeitpunkt) – https://x.com/eurogamer/status/2112529637092003883 [12] Nintendo Life – Round Up: The Reviews Are In For Final Fantasy Resonance – https://www.nintendolife.com/news/2026/10/round-up-the-reviews-are-in-for-final-fantasy-resonance [13] play3 – Final Fantasy Resonance: Erster Test eingetroffen – Top-Wertung & Spielzeit enthüllt – https://www.play3.de/2026/10/15/final-fantasy-resonance-erster-test-eingetroffen-top-wertung-spielzeit-enthuellt/ [14] GameDaily – Final Fantasy Resonance Review Roundup – https://gamedaily.com/games/final-fantasy-resonance-review-roundup [15] Video Games Chronicle (VGC) – Final Fantasy Resonance Review: A nostalgic JRPG limited by its mobile origins – https://www.videogameschronicle.com/review/final-fantasy-resonance/
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.
Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.
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TL;DR
- The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered erreicht auf Metacritic je nach Plattform Werte um 90 bis 93 und wird auf OpenCritic von allen Kritikern empfohlen.
- Gelobt werden vor allem die grafische Überarbeitung, die neuen Komfort-Mechaniken und die technisch starke Switch-2-Fassung mit 40 FPS.
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TL;DR
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- Die Rundschau bündelt Wertungen und Zitate der Fachpresse und ordnet ein, für wen sich der Kauf laut Testlage lohnt – ohne eigene Redaktionswertung.
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