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Reviews & Analyse 8 Min. Lesezeit

DOOM: The Dark Ages im Test-Spiegel: Wie die Kritik den langsameren, wuchtigeren Slayer bewertet

Test-Rundschau zu DOOM: The Dark Ages: Wertungen von IGN bis PC Gamer, die OpenCritic- und Metacritic-Einordnung sowie Konsens und Dissens zu Kampftempo und Raytracing-Pflicht.

Alexander Woitschach 08.08.2026
KI-Kurzfassung
  • DOOM: The Dark Ages erreicht auf OpenCritic einen Kritikerschnitt von 86 Punkten, 94 Prozent der erfassten Tests sprechen eine Empfehlung aus.
  • Gelobt werden die Wucht und Eigenständigkeit des neuen Kampfsystems, umstritten sind das langsamere Tempo und die verpflichtende Raytracing-Hardware.
  • Laut Testlage lohnt der Einstieg vor allem für Fans wuchtiger Shooter mit RT-fähiger Grafikkarte, Eternal-Tempo-Puristen reagieren gemischter.
Stand: 07.08.2026

Ein 9/10 bei IGN, ein spürbar zurückhaltenderes 80/100 bei PC Gamer — und dazwischen die Frage, ob ein DOOM langsamer werden darf: Die Testlage zu DOOM: The Dark Ages ist sehr positiv, aber an zwei Punkten hörbar uneinig. Mehr als ein Jahr nach dem Release am 15. Mai 2025 liegt inzwischen eine breite, belastbare Testbasis vor — Zeit für eine Rundschau: Wer hat wie gewertet, wo liegt der Konsens, wo der Dissens, und für wen lohnt sich der Einstieg laut den Tests.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist eine quellenbasierte Test-Rundschau. Die Redaktion hat DOOM: The Dark Ages nicht selbst getestet und vergibt keine eigene Wertung — wir aggregieren die Wertungen etablierter Magazine mit Quellenangabe und ordnen die Kritikerlage ein.

DOOM: The Dark Ages im Überblick — worum es geht

DOOM: The Dark Ages ist am 15. Mai 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschienen, entwickelt von id Software und veröffentlicht von Bethesda Softworks.[1] Erzählerisch ist der Titel ein Prequel zu DOOM (2016) und DOOM Eternal: Der Slayer kämpft in einem düsteren, mittelalterlich-technologischen Setting — mit Schild-Säge, Streitkolben und deutlich bodenständigerer Kampfphilosophie als im hyperaktiven Vorgänger.[1]

Technische Basis ist die neue Engine-Generation id Tech 8, und die bringt eine Besonderheit mit, die für die Kaufentscheidung zentral ist: Hardware-Raytracing ist keine optionale Schalterstellung, sondern schon für die Minimum-Spezifikation Pflicht — Grafikkarten ohne dedizierte RT-Hardware starten das Spiel gar nicht erst. Die vollständigen Systemanforderungen und optimierte Settings-Empfehlungen haben wir bereits in unserem PC-Systemanforderungen- und Grafik-Settings-Guide aufbereitet — wer unsicher ist, ob die eigene Hardware qualifiziert, sollte dort vor dem Kauf gegenprüfen.

Gepanzerter Krieger mit Schild und Streitkolben inmitten einer düsteren mittelalterlichen Schlachtszene, Dämonenhorden unter brennendem Himmel

Die Wertungen im Vergleich

Die wichtigsten von uns recherchierten Tests im Überblick (Stand: 7. August 2026):

Magazin Wertung Kernaussage (laut Test)
IGN 9/10 Ersetzt Eternals Mobilitäts-Fokus durch einen „very weighty and powerful style of play" — anders als alles bisher in der Serie und auf eigene Art „immensely satisfying"[2]
GameSpot 8/10 „Reinvents and reigns in with equal measure" — mutige neue Richtung, ohne die Wurzeln der Serie zu verlassen[3]
Eurogamer 4/5 Ein bodenständigeres DOOM, das trotzdem „as brisk and playful as ever" bleibt[4]
PC Gamer 80/100 „Indulgent and deliciously violent, but surprisingly safe" — genüsslich brutal, aber überraschend risikoarm[5]

Ein Hinweis zur Sorgfalt: Die IGN-Wertung samt Fazit-Zitat haben wir über den Review-Roundup von TheGamer verifiziert, der die Testlage zum Launch dokumentiert hat; die übrigen Wertungen stammen direkt aus den verlinkten Testberichten.[2]

Auffällig ist die Spannbreite der Begründungen bei ähnlich hohen Zahlen: IGN feiert gerade den Bruch mit Eternal als eigenständige Stärke,[2] während PC Gamer trotz ordentlicher 80er-Wertung moniert, das Spiel gehe trotz aller Wucht erstaunlich wenig Risiko ein.[5] Eurogamer wiederum widerspricht der verbreiteten Erzählung vom „langsamen DOOM" teilweise: Trotz geerdeterem Ansatz bleibe das Spiel so flott und verspielt wie eh und je.[4]

OpenCritic und Metacritic: die Aggregator-Lage

Auf OpenCritic steht DOOM: The Dark Ages bei einem Kritikerdurchschnitt von 86 Punkten aus 215 erfassten Kritiken, trägt das Label „Mighty", rangiert im 95. Perzentil aller bewerteten Spiele — und 94 Prozent der erfassten Tester sprechen eine Empfehlung aus.[6]

Auf Metacritic lag der Metascore zum Recherchezeitpunkt bei 84 („Generally Favorable").[7] In den plattformspezifischen Pools zeigen sich inzwischen (Stand: 117 erfasste Kritiken) leichte Unterschiede: 87 für die Xbox-Fassung, 86 für den PC, 84 für die PS5.[7] Zum Launch, dokumentiert im Metacritic-Roundup von Windows Central, lag der PC-Wert noch bei 85 — die Wertung ist seither um einen Punkt gestiegen, ein Hinweis darauf, dass sich Plattform-Splits mit zusätzlichen Kritiken nachträglich verschieben können.[8] Zwei Methodik-Hinweise zur Einordnung: Metacritic führt pro Plattform einen eigenen, unterschiedlich großen Wertungs-Pool, und OpenCritic fasst dagegen alle Fassungen zusammen — die Zahlen sind also nicht direkt vergleichbar, zeichnen aber dasselbe Bild: eine klar positive Aufnahme, die die Serie im Spitzenfeld hält, ohne einstimmig zu sein.

Wo sich die Kritiker einig sind

Über alle recherchierten Tests hinweg zeichnen sich zwei Konsens-Punkte ab:

Die neue Wucht funktioniert. Dass id Software das Kampfsystem um Schild, Parade und schwere Nahkampf-Schläge herum neu gebaut hat, wird durch die Bank als gelungen beschrieben — nur die Begeisterungsgrade unterscheiden sich. IGN nennt den neuen, gewichtigen Spielstil auf seine eigene Art „immensely satisfying",[2] GameSpot attestiert dem Spiel, die Serie in eine mutige neue Richtung zu führen, ohne ihre fesselnden Wurzeln zu verlassen,[3] und selbst das kritischere PC Gamer bescheinigt dem Titel, „indulgent and deliciously violent" zu sein.[5]

Die Technik trägt. Die id-Tech-8-Umsetzung gilt in der Fachpresse als robust — bemerkenswert angesichts der Pflicht-Raytracing-Architektur. Die Hardware-Redaktion von PC Gamer hat das Spiel quer durch die Leistungsklassen getestet, vom günstigen Gaming-Laptop bis zum High-End-System, und kommt zum Schluss, dass das Always-on-Raytracing in der Praxis kein Problem darstellt — selbst ein günstiger Gaming-Laptop komme gut zurecht.[9]

Nahaufnahme einer modernen Grafikkarte mit leuchtenden Lüftern in einem dunklen PC-Gehäuse, kühles Licht auf Metalloberflächen

Wo die Kritiker auseinandergehen

Streitpunkt 1: das entschleunigte Kampftempo. Der Wechsel vom Eternal-typischen Dauersprint zum „Stand and Fight"-Prinzip ist die zentrale Sollbruchstelle der Kritikerlage. IGN wertet den Verzicht auf den Mobilitäts-Fokus ausdrücklich als gelungenen Neuanfang,[2] Eurogamer sieht den geerdeteren Ansatz sogar als überraschend flott und verspielt umgesetzt.[4] PC Gamer dagegen zieht genau hier die Grenze zur Höchstwertung: Das Spiel sei bei aller Brutalität „surprisingly safe" — die Reibung, die Eternal-Fans am Vorgänger schätzten, fehle dem neuen Ansatz stellenweise.[5] Wichtig für die Einordnung: Kein von uns recherchierter Test fällt deshalb ein negatives Gesamturteil — der Dissens dreht sich um die Frage „sehr gut oder herausragend", nicht um „gut oder schlecht".

Streitpunkt 2: die Raytracing-Pflicht. Bei der Frage, ob ein Shooter Hardware ohne RT-Fähigkeit komplett aussperren darf, gehen die Einschätzungen auseinander. Windows Central verteidigt die Entscheidung offensiv und argumentiert, die konsequente RT-Basis sei der richtige Schritt für die technische Zukunft des Genres.[10] PCGamesN hält dagegen fest, dass das verpflichtende Raytracing Bildraten-Kosten verursacht — merkt aber ebenfalls an, dass die Entscheidung id Software laut eigener Aussage rund 110 GB an Festplattenplatz gespart hat, weil vorberechnete Beleuchtungsdaten entfallen.[11] Als Randbeobachtung jenseits der Fachpresse: In den Steam-Community-Foren wird die RT-Pflicht bis heute kontrovers diskutiert, unter anderem in vielbeachteten Threads von Spielern mit älteren GTX-Karten.[12] Das ist Community-Stimmung, keine Testwertung — wir führen es hier nur der Vollständigkeit halber auf.

Einordnung für die Kaufentscheidung — was die Testlage nahelegt

Fasst man die recherchierten Tests zusammen (ausdrücklich als Aggregation, nicht als Redaktionsurteil), ergibt sich ein klares Profil:

Laut Testlage zugreifen sollten: Serien-Fans, die dem Tonalitätswechsel offen gegenüberstehen — die hohen Wertungen von IGN und GameSpot begründen sich gerade mit der gelungenen Eigenständigkeit des wuchtigen Kampfsystems.[2][3] Voraussetzung bleibt eine RT-fähige Grafikkarte; die Performance-Analysen deuten darauf hin, dass es dafür kein High-End-System braucht.[9]

Laut Testlage eher zögern sollten: Spieler, für die das hyperaktive Eternal-Movement der Kern der Serie ist — die PC-Gamer-Kritik am „überraschend risikoarmen" Design zielt genau auf diese Gruppe.[5] Und ganz praktisch: Wer eine Grafikkarte ohne Hardware-Raytracing besitzt (etwa GTX-10/16-Serie oder RX 5000), kann den Titel nicht spielen — hier hilft kein Settings-Tuning, sondern nur neue Hardware. Details dazu stehen in unserem Systemanforderungen-Guide; Radeon-Besitzer der RX-7000-Reihe, die sich generell für moderne Upscaling-Optionen interessieren, finden zusätzlich in unserem FSR-4.1-Treiber-Guide für RX 7000 die passende Einordnung.

Unterm Strich zeigt die Aggregator-Lage — OpenCritic 86 mit 94 Prozent Empfehlungsquote, Metacritic 84[6][7] — eine der am besten bewerteten Ausgaben der Serie, deren einzige echte Streitfragen das Tempo-Feeling und die Hardware-Hürde sind. Wer quellenbasierte Test-Rundschauen dieser Art mag: In der gleichen Reihe haben wir zuletzt auch die Kritikerstimmen zum Gears-of-War-Remaster aufgeschlüsselt.

Quellen

[1] Steam – DOOM: The Dark Ages Store-Seite – https://store.steampowered.com/app/3017860/DOOM_The_Dark_Ages/ [2] TheGamer – DOOM: The Dark Ages Review Round-Up (inkl. IGN-Wertung und -Zitat) – https://www.thegamer.com/doom-the-dark-ages-review-round-up-critics-score-early-access-opencritic-metacritic-second-highest-rated-game/ [3] GameSpot – Doom: The Dark Ages Review – The Old One – https://www.gamespot.com/reviews/doom-the-dark-ages-review/1900-6418361/ [4] Eurogamer – Doom: The Dark Ages Review – https://www.eurogamer.net/doom-the-dark-ages-review [5] PC Gamer – Doom: The Dark Ages Review – https://www.pcgamer.com/games/fps/doom-the-dark-ages-review/ [6] OpenCritic – Doom: The Dark Ages Reviews – https://opencritic.com/game/18023/doom-the-dark-ages [7] Metacritic – DOOM: The Dark Ages – https://www.metacritic.com/game/doom-the-dark-ages/ [8] Windows Central – DOOM: The Dark Ages Review and Metacritic Score Roundup – https://www.windowscentral.com/gaming/doom-the-dark-ages-review-and-metacritic-score-roundup [9] PC Gamer – Doom: The Dark Ages PC Performance Analysis – https://www.pcgamer.com/hardware/doom-the-dark-ages-pc-performance-analysis-always-on-ray-tracing-isnt-a-problem-and-even-a-cheap-gaming-laptop-copes-just-fine/ [10] Windows Central – Kommentar zur Raytracing-Pflicht – https://www.windowscentral.com/gaming/pc-gaming/i-love-doom-the-dark-ages-forced-ray-tracing [11] PCGamesN – Doom: The Dark Ages Ray Tracing und die 110 GB Ersparnis – https://www.pcgamesn.com/doom-the-dark-ages/ray-tracing-110gb-disk-space [12] Steam-Community – Diskussionsthread zur Raytracing-Pflicht – https://steamcommunity.com/app/3017860/discussions/0/560246171171297896/

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.

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Über den Autor Alexander Woitschach

Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.

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