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News 5 Min. Lesezeit

Fast 300.000 Accounts bestraft: Riot verschärft das Vorgehen gegen Boosting in LoL und Valorant

Riot Games hat 296.416 Accounts in League of Legends und Valorant wegen Rangmanipulation bestraft. Welche Strafen drohen und was Ranked-Spieler jetzt wissen sollten.

Alexander Woitschach 20.09.2026
KI-Kurzfassung
  • Riot Games hat nach eigenen Angaben 296.416 Accounts in League of Legends und Valorant wegen Rangmanipulation bestraft.
  • Das Anti-Boost-System von Vanguard lief seit 2025 zunächst verdeckt in League of Legends und greift seit Juli auch in Valorant.
  • Die Strafen reichen je nach Verstoß von Rang-Rollbacks und dem Entzug von Season-Belohnungen bis zu dauerhaften Account-Sperren.
Stand: 20.09.2026

Wer in League of Legends oder Valorant Ranked spielt, kennt das Ärgernis: Gegner, deren Rang offensichtlich nicht ihrem Können entspricht — gekaufte Accounts, Smurfs, geboostete Profile. Riot Games hat jetzt Zahlen dazu vorgelegt, wie massiv das Unternehmen inzwischen dagegen vorgeht: 296.416 Accounts wurden in beiden Spielen zusammen wegen Rangmanipulation bestraft, wie Riot in einem aktuellen Dev-Blog zum Anti-Boost-System von Vanguard mitteilt.[1] Auch deutsche Fachmedien wie pcgames.de haben die Zahl aufgegriffen.[4]

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Was Riot angekündigt hat — und woher die Zahl kommt

Die Angaben stammen aus einem offiziellen Blogbeitrag von Riots Anti-Cheat-Chef Phillip Koskinas mit dem Titel „Vanguard: Anti-Boost, Pro-skill".[1] Demnach lief die Boosting-Erkennung von Vanguard — dem für beide Spiele verpflichtenden Anti-Cheat-System von Riot — zunächst verdeckt in League of Legends: Der stille Start erfolgte laut Dot Esports bereits im September 2025, bevor das System nach knapp einem Jahr Testphase im Juli auch in Valorant scharfgeschaltet wurde.[2] Die Erkennung setzt dabei nicht an einzelnen Matches an, sondern am Muster: Das System schlägt laut Riot unter anderem an, wenn ein erheblicher Teil der Ranked-Punkte eines Accounts von einem anderen, deutlich stärkeren Spieler erspielt wurde — etwa weil die tatsächliche Spielleistung nicht zum erreichten Rang passt.[1]

Die Dimension der Bereinigung ist beträchtlich: Laut dem Blogbeitrag wurden 105.718.655 LP in League of Legends und 33.083.190 RR in Valorant von auffälligen Accounts entfernt — also die Ranked-Punkte, mit denen sich manipulierte Accounts ihre Platzierung erschlichen hatten.[1] Fachmedien wie Dot Esports und Dexerto ordnen die Veröffentlichung des Blogbeitrags auf Mitte September ein.[2][3] Die bestraften Accounts verteilen sich dabei über beide Spiele und den gesamten Zeitraum seit dem verdeckten Start der Erkennung.[2]

Was Riot unter Rangmanipulation versteht

Riot fasst den Begriff bewusst weit — und stuft alle Varianten als Cheating ein:[1]

  • Boosting: Ein stärkerer Spieler spielt auf einem fremden Account dessen Rang hoch, meist gegen Bezahlung.
  • Smurfing über gekaufte oder geliehene Accounts: Wer sich einen niedrig eingestuften Account besorgt, um gegen schwächere Gegner zu spielen, fällt ebenso unter die Regelung — auch das Weitergeben des eigenen niedrigen Accounts an einen stärkeren Freund.[1]
  • „Hitchhiking": Wer wiederholt gezielt mit Spielern in die Queue geht, die ihren Rang absichtlich gedrückt haben, um leichte Gegner zu bekommen, gilt ebenfalls als Rangmanipulator.[2]

Auffällig ist die klare Sprache: Riot behandelt Smurfing nicht mehr als Grauzone oder Kavaliersdelikt, sondern stellt es in dem Blogbeitrag mit klassischem Cheating gleich.[1] Der Hintergrund ist die Integrität der Ranked-Leiter: Ein Rang soll die eigene Leistung abbilden. Wird er gekauft oder erschlichen, entwertet das die Platzierungen aller anderen — vom Iron-Spieler, der gegen einen getarnten Diamond-Smurf antreten muss, bis hinauf zu den Spitzen-Rängen Challenger und Radiant, die als Sprungbrett in den Esport dienen. Dazu kommt der kommerzielle Aspekt: Boosting-Dienste sind ein bezahltes Geschäftsmodell auf Kosten der regulären Spielerschaft, und genau dieses Geschäftsmodell will Riot mit der automatisierten Erkennung unattraktiv machen.[1]

Welche Strafen konkret drohen

Riot straft laut den Angaben im Blogbeitrag gestaffelt, nicht jeder Treffer bedeutet einen permanenten Bann:[1][2]

Verstoß Konsequenz
Geboosteter Rang Rang-Rollback, entzogene LP/RR
Erschlichene Season-Belohnungen Entzug der Belohnungen
Erst- und Wiederholungsfälle Temporäre Sperre ab drei Tagen, eskalierend bei Wiederholung
Gekaufte Accounts und Smurf-Accounts Permanenter Bann durch Vanguard

Bemerkenswert ist die Härte bei gekauften Accounts: Diese werden laut Koskinas dauerhaft gesperrt, ohne Weg zurück.[2] Die knapp 300.000 bestraften Accounts umfassen dabei laut Dexerto sowohl die Booster selbst als auch die geboosteten Accounts und wiederholte „Mitfahrer".[3]

Was das für dich als Ranked-Spieler bedeutet

Für die allermeisten ändert sich nichts — wer seinen Rang selbst erspielt, ist von den Maßnahmen nicht betroffen. Aufpassen sollten aber alle, die ihren Account aus der Hand geben: Account-Sharing ist der Kern fast aller genannten Verstöße, egal ob ein bezahlter Booster oder der deutlich bessere Freund am Rechner sitzt. Auch wer sich boosten lässt, riskiert den eigenen Account — die Strafen treffen ausdrücklich beide Seiten.[1]

Normale Duo-Queue mit einem stärkeren Mitspieler innerhalb der erlaubten Rang-Spannen ist davon zu unterscheiden; Riot zielt auf systematische Manipulation, nicht auf gemeinsames Spielen. Die Grenze verläuft beim Muster: Wer regelmäßig und gezielt mit Accounts spielt, deren Rang künstlich gedrückt wurde, bewegt sich in dem Bereich, den Riot als „Hitchhiking" verfolgt.[2]

Ob der eigene Account sanktioniert wurde, zeigt sich unmittelbar im Spiel — etwa durch entzogene LP oder RR, einen zurückgesetzten Rang oder eine Sperrmeldung beim Login. Wer eine Strafe für unberechtigt hält, sollte sich direkt an den offiziellen Riot-Support wenden; Drittanbieter, die gegen Bezahlung „Entbannung" versprechen, sind keine Option und im Zweifel das nächste Sicherheitsrisiko. Zugangsdaten bleiben deshalb privat, auch gegenüber Freunden — der Unterschied zum Coaching ist simpel: Bei Coaching und VOD-Reviews spielst du selbst, beim Boosting nicht.

Kurz zusammengefasst

  • Riot hat 296.416 Accounts in LoL und Valorant wegen Rangmanipulation bestraft — die Zahl stammt aus einem offiziellen Dev-Blog.[1]
  • Als Rangmanipulation gelten Boosting, Smurfing über gekaufte/geliehene Accounts und wiederholtes Queuen mit De-Rankern.[1][2]
  • Strafen reichen von Rang-Rollback über temporäre Sperren ab drei Tagen bis zum permanenten Bann für gekaufte Accounts.[1][2]
  • Die Anti-Boost-Erkennung lief zunächst verdeckt in League of Legends und ist seit Juli auch in Valorant aktiv.[1]
  • Offen bleibt, wo Riot künftig die Grenze zwischen normaler Duo-Queue und strafbarem „Hitchhiking" im Einzelfall zieht.

Quellen

[1] Riot Games (Dev-Blog „Vanguard: Anti-Boost, Pro-skill") – https://www.riotgames.com/en/news/vanguard-anti-boost [2] Dot Esports – https://dotesports.com/valorant/news/riot-rank-manipulation-bans-vanguard-anti-boost [3] Dexerto – https://www.dexerto.com/gaming/riot-banned-nearly-300000-valorant-and-league-of-legends-players-for-rank-manipulation-3410177/ [4] pcgames.de – https://www.pcgames.de/League-of-Legends-Spiel-11721/News/Riot-Boosting-Strafen-Rangmanipulation-1554371/

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde von unserer Redaktion recherchiert und geprüft. KI-Werkzeuge unterstützten bei Recherche, Zusammenfassung und Bildgestaltung — jede Einschätzung ist redaktionell geprüft.

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Über den Autor Alexander Woitschach

Alexander „HeavyG“ Woitschach ist mehr als nur Gaming-Insider – er ist Gaming-Macher. Als früherer Profi-Spieler im Taktik-Shooter Wolfenstein: Enemy Territory kennt er den E-Sport von innen. Mit seiner Organisation one4one war er Pionier, Teamleiter und Netzwerker in einem – lange bevor E-Sports zum Mainstream wurde. Heute verbindet er seine Leidenschaft für Spieleentwicklung mit journalistischem Gespür: Als Entwickler arbeitet er aktiv an eigenen Projekten und bringt technische Tiefe in seine Artikel ein. Ob Engine-Insights, Genre-Guides oder News aus der Szene – HeavyG liefert den Blick hinter die Kulissen, den andere nur antippen.

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